Da steht man so nichtsahnend mal wieder etwas früher auf, weil man sich denkt, dann kann man ein wenig der verlorenen Zeit vom Freitag aufholen und ist dann etwas eher beim Kunden, steht frierend auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs und wundert sich, dass um diese Zeit [noch|schon] so viele Leute da rumstehen. Ok, ist schon suspekt. Also hält man die Ohren offen und harrt der Durchsagen, die einen normalerweise ja ins Bild setzen, wenn irgendwas nicht stimmt.
Denn immer, wenn die S-Bahn mal 5-10 Minuten zu spät kommt, schallen alle paar Sekunden Durchsagen über den Bahnsteig. Nunja, ist ja klar, so eine fünfminütige Verspätung ist ja auch "mission critical".
Aber wenn an einem Montagmorgen mal kurz ganze 5 (in Worten: fünf) S-Bahnen der S4 Richtung Innenstadt ausfallen, wird das mit keinem einzigen Wort gewürdigt. Und als wenn sich der Betreiber unseres edlen ÖPNVs dessen schämen würde, werden auch gleich alle Informationssysteme abgeschaltet. Der Zweck war wohl der, dass man die Hoffnung auf einen Zug nicht allzu schnell sterben lassen wollte. Es erinnerte mich ein wenig an die "Non perril goggles" von Zaphod Beeblebrox.
Danke, lieber MVV, für 50 Minuten Ausharren bei frischen 3°C (Nein, nicht die 3°C, die sonst gerne von einem großen Erfrischungsgetränke-Herstellung für Werbezwecke mißbraucht werden).
Vielleicht denkt Ihr Euch einfach mal eine nette Mitteilung aus, wenn wieder einmal jemand meint, aus sich ein menschliches Puzzle machen zu müssen.