Ich hatte heute das Glück, dass mein Freund Marcus eine Karte für "The Bar at Buena Vista - Grandfathers of Cuban Music" im Prinzregententheater zu München übrig hatte, so dass wir direkt nach der Stimmabgabe flugs in die Hauptstadt des Freitstaates reisten, um der dort feilgebotenen Vorstellung beizuwohnen.
Und ich muss sagen, die Cubaner wissen das Leben zu genießen. Jazz und Derivate davon aus über 50 Jahren Musikgeschichte wurden präsentiert, und zwar von den Leuten, die diese Musik nicht nur spielten, sondern zum Teil erfunden haben. Der älteste Akteur, der Sänger Reynaldo Creagh, war immerhin ganze 89 Jahre alt. Aber dem merkte man seine 70+ Jahre Bühnenerfahrung auch an. Das ganze Ensemble, darunter vier Altmeister aus der Buena Vista Social Club-Szene (Gitarrist Maracaibo, Pianist
Maestro Guillermo „Rubalcaba“ Gonzales, Siomara Avilla Valdes Lescay, Jesus Terry Rodriguez, Kubas Son-Meister Eric Turro Martinez), trat absolut professionell auf, da gab es keinen Patzer. Die Soli der einzelnen Instrumentalisten waren aller erster Kajüte und wurde mit entsprechendem Beifall entlohnt.
Wer auch immer die Gelegenheit haben sollte, "The Bar at Buena Vista" sehen zu können, sollte sie sich nicht entgehen lassen, denn wie man am Alter der Hauptakteure leicht erkennen kann, wird es das Ensemble in dieser Zusammensetzung sicher nicht mehr ewig geben.
Noch einen kleinen Tipp dazu: Wer nicht gerne auf der Bühne steht und wessen Samba-Stunden schon etwas länger zurückliegen, sollte keinen Platz in den ersten vier Reihen nehmen. 
Der Qualität der Photos könnt Ihr leicht entnehmen, dass 3.2 MegaPixel nicht zwingend ein Qualitätsmerkmal sein müssen. Ein Nokia N73 black ist nunmal keine Spiegelreflexkamera.