Friday, May 29. 2009
Heute erschien in der Online-Fassung des Südkuriers ein interessanter Artikel, der in einfachen, nicht technischen Worten auch den Leuten, die nicht in die Tiefen der Internet-Technologien eingetaucht sind, verdeutlicht, was es mit den von der Bundesregierung geplanten Internetsperren gegen Kinderpornographie auf sich hat, was daran bedenklich ist, warum diese Methoden untauglich sind und wie man es besser machen könnte, ohne JEDEN Internetnutzer generell erstmal unter Generalverdacht zu stellen und das Internet unkontrolliert zu zensieren. Ich hoffe, der Artikel findet viele Leser.
Auf dem Weg zur Arbeit saß ich in Hörweite dreier ... nun, Damen trifft es nicht ganz ... Dorffrauen aus der Ecke um Mammendorf. Sie waren alle nicht mehr ganz taufrisch ... auch aus meiner Perspektive heraus und ich bin ja nicht wirklich mehr ein echter Teenager.
Wie soll ich es beschreiben? Ihr Gespräch war nicht direkt eine Bereicherung, eher ... anstrengend, um es einmal diplomatisch auszudrücken.
Die Hauptrednerin war in etwa so groß wie ich, 15+ Jahre älter, Bariton, in etwa doppelt so schwer wie ich und hatte Zucker, Gicht und litt etwas unter ihrer vergangenen Schönheit (in der Hinsicht konnte ich nicht nachvollziehen, wovon sie redete). Die Zweite war eine Blondine, die sich eher diplomatisch verhielt und sich als geübte Zuhörerin herauskristallisierte. Sie hatte entweder ein Fläschchen Baldrian intus oder hatte alle Seminare für Tiefenpsychologie an der VHS besucht, so geduldig wie sie das Gespräch hinnahm. Die Dritte schoss den Vogel ab. Sie macht sehr den Eindruck, als hätte sie eher ein Problem OHNE Alkohol als MIT und kommentierte JEDES Wort, dass Nr. 1 von sich gab, mit zustimmenden Ausschmückungen ... und das mit einer Stimme, die sich nach vier Dutzend kubanischen Zigarren anhörte.
Das Hauptthema war "AST", in Worten "Anrufsammeltaxi", und die Erlebnisse damit.
Es ist kaum zu glauben, wieviel drei Menschen in 24 Minuten S-Bahn-Fahrt von sich und ihrem Seelengerüst preisgeben können. Ein Blickwechsel mit der Frau neben mir bestätigte mir dann glücklicherweise, dass ich nicht der einzige im Zug war, der 1. genervt und 2. ebenso verblüfft war, wie man ein solches Thema derart erschöpfend breitlabern konnte.
Ich glaube, ich schreibe mich an der Fern-Uni für das Fach Psychologie ein und werde dann S-Bahn-Psychologe. Ansonsten könnte ich es verstehen - wenn auch nicht gutheißen - dass so der/die eine oder andere tatsächlich mal zu(m/r) S-Bahn-Amokläufer(in) werden könnte.
Tuesday, May 26. 2009
Ich habe heute die nächste Trainingsetappe für die Vorbereitung zum B2RUN in München hinter mich gebracht, nachdem ich mich an der gleichen Strecke schon am Sonntag versucht hatte. Aber da war nach ca. 3,5 km und netten 11 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit die Batterien alle und ich bin umgekehrt. Ich denke, es war einfach zu warm und zu schwül und ich bin mit zu hohem Tempo eingestiegen.
Heute lief's bei weitem besser. Die Statistik: 10,36 km in 1h4min40sec, das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,61 km/h (2,67 m/s) oder auch 6min14,52s pro 1000 m. 
Ich kann mich erinnern, gaaaanz früher mal die 1000m in unter 3min20sec gelaufen zu sein. Aber ich war nie wirklich ein Läufer. Aber das war auch schon sehr lange vor der Jahrtausendwende.
Friday, May 22. 2009
Also, wenn ich 'ne Web 2.0-Applikation bauen würde, die sich einige Phantastillionen Internetnutzer prinzipiell anschauen können (falls die Seite nicht vorher schon auf der Sperrliste gelandet ist), würde ich mir schon die Mühe machen, die peinlichsten Fehler auszumerzen, bevor das Geraffel online geht. Aber vielleicht bin ich ja auch etwas anders als die anderen.
Ich meine, sollte es nicht heißen: "Wer fliest in Deinen Adern?". Und was will man mit Fliesen in den Adern?
Und woher sollen wir wissen, was in "dier" wirkt? Und wer ist diese(r) "dier" überhaupt und wen interessiert das?
Also, ich hätte mir ja einen Lektor geleistet, der mal über das Geschreibsel schaut, bevor ich mich zum Trottel im deutschsprachigen Raum machen würde.
Thursday, May 21. 2009
Die Lobbyisten, die das umstrittene, geplante Gesetz für die Einführung von Internetsperren gegen kinderpornographische Webseiten vorantreiben wollen, wollte wohl nun auch die deutschen Fußballfans mit in ihr Boot holen.
Zumindest lässt dieses Jobangebot (links) auf einer Arbeitsvermittlungsplattform darauf schließen.
Mit der Bekanntwerdung der diversen Telefonumfragen scheinen sie sich aber besonnen zu haben, von der Aktion abzusehen. Ich denke eh, dass sie sich schwer tun werden, den Erfolg der Online-Petition zu schmälern. Aber man soll seinen Gegner ja nie unterschätzen.
Aber je länger die Diskussion des Themas durch die Medien geht, umso mehr kristallisiert sich heraus, dass der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein plumper Versuch war, die von der Bundesregierung scheinbar für Idioten und völlig verblödet angesehenen Bundesbürger mit einer weiteren Beschneidung ihrer Grundrechte zu überrumpeln. Liest man die einschlägigen Medien aufmerksam genug, findet man genügend Hinweise darauf, wie einfältig und sinnfrei dabei die Argumentation der Bundesminister und Lobbyisten FÜR Internet-Sperren ist.
Es geht hier nicht um den Schutz missbrauchter Kinder, sondern um die schleichende Implementierung von Zensurmechanismen, die später leicht auf jegliche Inhalte angewendet werden können, die der Bundesregierung, den Ermittlungsbehörden oder anderen Interessensgemeinschaften mit Einfluss unangenehm erscheinen mögen.
Ein effektiver Kampf gegen den Missbrauch von unschuldigen Kindern und Jugendlichen sieht anders aus. Halbherzige Vertuschung und Verschleierung von Kinderpornographie im Internet rettet kein Kind vor dem Missbrauch. Und Bevormundung schafft sicher keine mündigen Bürger mit gesundem Menschenverstand.
Tuesday, May 19. 2009
Ich habe heute mal wieder eine Runde "um den Block" gedreht und dabei gemerkt, dass die Lauferei bei höheren Außentemperaturen auch zu höheren Innentemperaturen führt. Heute habe ich auch wieder meine Strecke variiert, dieses Mal aber nicht aus Versehen, sondern mit Bedacht.
Hier also die Statistik: 10,06 km in 1h03m2s, Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,58 km/h (2,66 m/s) 
Monday, May 18. 2009
Eins sollte man sich zu allererst mal klar machen: Die Leute (momentan 86.267 Mitzeichner, immerhin schon mehr als ein 1/1000 der deutschen Gesamtbevölkerung), die sich zusammengefunden haben, die Online-Petition gegen das Gesetz für Internetsperren gegen Kinderpornographie mitzuzeichnen, sind genauso FÜR den Schutz von Kindern und FÜR die Dingfestmachung der pädokriminellen Verbrecher, die die Quelle für den Kinderpornographiemarkt bilden.1
Aber nun hat die Deutsche Kinderhilfe, deren Einsatz ich ihnen eigentlich hoch anrechne, in die gleiche Kerbe der Unwissenheit geschlagen wie schon diverse unserer Bundesminister und versuchen auf recht populistische Weise, Otto Normalverbraucher dazu zu verleiten, einem Zensurgesetz Tür und Tor zu öffnen, dessen Umsetzung sich in Expertenkreisen schon im Vorhinein als denkbar ungeeignet für die Verhinderung der Verbreitung von Internetinhalten jeglicher Art, z. B. auch von Kinderpornographie erwiesen hat. Entgegen jedem Ratschlag aus benachbarten Ländern, in denen ähnliche Konzepte kläglich versagt haben, klammert man sich an einen augenscheinlich einfachen, dafür aber untauglichen Ansatz. Und im gleichen Atemzug wird jeder, der sich dagegen äußert, sofort difamiert und kriminalisiert. "DAS SIND ALLES PÄDOKRIMINELLE!!"
Klar, 86.267 Pädokriminelle unterzeichnen mit Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer eine Petition gegen Internetzensur. Wenn DAS so einfach wäre, wäre die Sache ja bald erledigt. Man könnte ihnen ja sogar die Vorladungen per Post zuschicken und müsste sich nicht mal die Mühe machen, sie mit den SEK einzufangen.
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Sunday, May 17. 2009
Sor, bin aus Esslingen zurück. Und das mit nur 40 min Verspätung. Nachdem nur die 1. Hälfte des ICE 515 mit 9 min Verspätung in Ulm Hbf. eingefahren war, ging's nicht viel besser weiter.
Irgendwo kurz vor Augsburg bremste der ICE erstmal zum kompletten Stillstand runter, mitten auf freier Strecke. Nach zweiminütigem Stillstand hat der Käpt'n des Zuges erstmal die Zugbegleiter durch den Zug gescheucht mit dem Hinweis, es wäre wohl irgendwo die Notbremse gezogen worden und sie sollten alle Schaltschränke und Displays checken. Wie das ja so gut wie immer ist, wird man natürlich nicht aufgeklärt, was es denn nun wirklich gewesen ist. Nach ca. 10 min Stillstand ging's dann weiter und es wurden Durchsagen zu Anschlusszügen durchgegeben. NOCH war keiner der Anschlüsse gefährdet.
Nachdem wir Augsburg mit etwas mehr als 15 min Verspätung hinter uns gelassen hatten, ging's genauso lebhaft weiter. Der Zug machte erneut auf freier Strecke eine Vollbremsung. Nach ein paar Minuten kündigte der Käpt'n dann einen "kompletten Neustart" des Zuges wegen einer Triebwagenstörung an und meinte, alles inkl. der Klimaanlage, GSM-Zellen etc. würden für einige Minuten abgeschaltet.
(Welches Betriebssystem läuft wohl auf so'nem ICE??)
root@ICE:~# /etc/init.d/triebwagen stop root@ICE:~# ps wwaux | grep triebwagen root 15856 0.0 0.0 7524 908 pts/1 S+ 17:30 0:00 grep triebwagen root@ICE:~# /etc/init.d/triebwagen start Starting triebwagen [ OK ]
Als auch das überstanden war, folgten erneut Infos zu den Anschlusszügen, die nun nicht mehr alle erreicht werden konnten, die der hörbar gestresste Zugführer durchsagte.
Nunja, um ETA+40min liefen wir dann in München-Pasing ein, wo's mit einer verspäteten S-Bahn dann heimwärts weiterging.
Interessant fand ich jedoch, dass entlang der ICE-Trasse ein nicht enden wollender Schwarm von Schmetterlingen von West nach Ost flog. Die gleiche Art von Schmetterlingen flog bis vor ein paar Minuten in der gleichen Richtung durch meine Straße an meinem Fenster vorbei. Auch jetzt noch flattert der eine oder andere Nachzügler vorbei.
Saturday, May 16. 2009
Ich bin heute nach Esslingen gefahren, um hier möglichst großen Schaden am Buffet und der Getränketheke zu verursachen, welche zur Feier zweier Geburtstage aufgefahren wurden.
Und was passiert, als ich an einer Zwischenstation meiner Reise, der Metropole Plochingen, umsteigen will? Ein Kollege läuft mir über den Weg. Wir waren in etwa gleich verblüfft, den jeweils anderen dort anzutreffen. Und das $kollege als ortskundig zu betrachten war und er - auf dem Weg nach Reutlingen - meinte, wir könnten eine Etappe gemeinsam fahren, sprang ich einfach mit ihm in seine Anschluss-Regionalbahn, weil er meinte, "Esslingen liegt ja auf'm Weg". In Wendlingen am Neckar wurden dann schon erste Zweifel recht laut und kurz vor Nürtingen war er sich dann doch auf einmal sicher, dass ich wohl gerade in die falsche Himmelsrichtung fahren würde. Dabei hätte ich mit einem Blick auf mein GPSr sofort überprüfen können, wie die Lage ist.
In Nürtingen sprang ich also ab und in der Regionalbahn in die Gegenrichtung traf ich kurz nach Wendlingen auf einen recht verständnisvollen Fahrkartenschaffner, der mir den Faux-pas milde nachsah.
Quintessenz: Vertraue nie einem Einheimischen auf dem Heimweg ... und bleib bei Deinem Reiseplan.
Tuesday, May 12. 2009
Komme gerade vom Joggen heim (keine Sorge, bin schon frisch geduscht!). Heute wollte ich meine Strecke mal etwas variieren und bin von meiner geplanten Route abgewichen und einfach noch ein Stückchen die Amper entlanggelaufen. Dann fiel mir ein, dass ich ja zum Joggen losgezogen bin und nicht zum Schwimmen. Da blieb mir also nicht viel übrig, als bis zur nächsten Brücke weiterzulaufen. Abkürzen ging einfach nicht mehr ohne nasse Füße bis zum Hals (die Amper ist an einigen Stellen doch ausreichend tief).
Lange Rede, kurzer Sinn, hier wie gehabt die Statistik: 9,17km in 56m1s, Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,82 km/h (2,73 m/s) 
So ist die Tour doch'n stückweit länger ausgefallen. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Ich habe zwei Paare von Kanadagänsen (eins mit einem Küken, das andere sogar mit drei Küken) gesehen, an letzterem musste ich aber sehr langsam vorbeigehen, um sie nicht zu sehr aufzuregen. Die blieben nämlich mehr oder weniger auf dem Weg stehen und fauchten etwas, als ich ca. 1,5m an ihnen vorbeiging. Die Küken waren putzige Flaumkugeln, graugelb gescheckt und schon ungefähr so groß wie Hühner. Außerdem hab ich ein Reh bei meinem kleinen, eher ungewollten Abstecher in die Pampa auf einer Lichtung erschreckt und es ist in Riesensätzen davongesprungen. Ich war recht verblüfft, denn es ist auf einmal losgeflitzt, als ich vielleicht von fünf Meter von ihm entfernt war. Eigentlich ärgerlich, dass man beim Joggen keine Fotoausrüstung dabei hat. ... Naja, vielleicht beim nächsten Mal.
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