Die Lobbyisten, die das umstrittene, geplante Gesetz für die Einführung von Internetsperren gegen kinderpornographische Webseiten vorantreiben wollen, wollte wohl nun auch die deutschen Fußballfans mit in ihr Boot holen.
Zumindest lässt dieses Jobangebot (links) auf einer Arbeitsvermittlungsplattform darauf schließen.
Mit der Bekanntwerdung der diversen Telefonumfragen scheinen sie sich aber besonnen zu haben, von der Aktion abzusehen. Ich denke eh, dass sie sich schwer tun werden, den Erfolg der Online-Petition zu schmälern. Aber man soll seinen Gegner ja nie unterschätzen.
Aber je länger die Diskussion des Themas durch die Medien geht, umso mehr kristallisiert sich heraus, dass der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein plumper Versuch war, die von der Bundesregierung scheinbar für Idioten und völlig verblödet angesehenen Bundesbürger mit einer weiteren Beschneidung ihrer Grundrechte zu überrumpeln. Liest man die einschlägigen Medien aufmerksam genug, findet man genügend Hinweise darauf, wie einfältig und sinnfrei dabei die Argumentation der Bundesminister und Lobbyisten FÜR Internet-Sperren ist.
Es geht hier nicht um den Schutz missbrauchter Kinder, sondern um die schleichende Implementierung von Zensurmechanismen, die später leicht auf jegliche Inhalte angewendet werden können, die der Bundesregierung, den Ermittlungsbehörden oder anderen Interessensgemeinschaften mit Einfluss unangenehm erscheinen mögen.
Ein effektiver Kampf gegen den Missbrauch von unschuldigen Kindern und Jugendlichen sieht anders aus. Halbherzige Vertuschung und Verschleierung von Kinderpornographie im Internet rettet kein Kind vor dem Missbrauch. Und Bevormundung schafft sicher keine mündigen Bürger mit gesundem Menschenverstand.