yalla hat'nen verrückten Artikel gefunden und darüber gebloggt. Wenn man das liest, wird man erneut darin bestärkt, an der Menschheit zu zweifeln.
In wenigen Worten: Einige überlebende Bürger der Stadt L'Aquila, dass in 2009 von einem sehr schweren Erdbeben dem Erdbogen (sag das doch gleich, Kai) Erdboden gleich gemacht worden ist, werfen sieben Wissenschaftlern des italienischen Zivilschutzes vor, sie nicht rechtzeitig vor dem Erdbeben gewarnt zu haben.
So traurig das Schicksal von L'Aquila auch sein mag, bleibt mir diese Klage unverständlich. Ich mag ja nicht auf dem aktuellsten seismologischen Wissenstand sein, aber soweit ich im Bilde bin, gibt es noch immer keine Methode, Erdbeben auch nur annähernd vorauszusagen. Die Seismologie beschränkt sich weiterhin auf die Analyse von vergangenen, aufgezeichneten Erdbeben und versucht, daraus Methoden für die Voraussage von Erdbeben zu erarbeiten.
Zu besagter Klage fallen mir direkt einige kaum weniger verrückte Vergleich ein:
- Man verklage Niels Bohr und Albert Einstein, weil sie die Bevölkerung von Hiroshima und Nagasaki nicht über den bevorstehenden Nuklearschlag informierten.
- Man verklage Sir Isaac Newton, denn der hat ja bekanntlich die Gravitation "erfunden", ohne die die Atombomben gar nicht auf Hiroshima und Nagasaki hätten herabFALLEN können.
- Man verklage die führenden Statistikprofessoren, weil die mir auch in der letzten Woche mal wieder nicht die Lottozahlen der Samstagsziehung vorausgesagt haben. Ich glaube, sowas nennt man dann Nutzentgang.
- Und dann war da noch Edmond Halley, den man für die Ausrottung der Dinosaurier verantwortlich machen könnte