Das Wetter war heute genial für einen 14. Okt. in diesen Breiten. Da machte es sich bezahlt, dass ich mich am Vormittag etwas eingehender mit dem Thema Geocaching befasst hatte.
Nachdem ich mich bei geocaching.com registriert hatte, hatte ich natürlich auch direkt Zugriff auf deren umfassende Datenbank von derzeit weltweit 471473 aktiven Caches ... einige, sogar recht viele davon in meiner unmittelbaren Nähe.
Mein 1. erfolgreicher Cache war ein Supereinstieg in das Thema, nett und lehrreich. Mein Ziel lag am "Kleinen Olchinger See", offiziell "Gröbenzeller See", an dessen Ufern ich in den letzten zwei Jahren sicher mehr als fünfzigmal zum Baden und Sonnetanken gelegen hatte ... unwissentlich keine 200 m vom Cache entfernt.
Als ich um 14:30 Uhr da aufschlug und mein etrex bescheidpiepste, dass ich nun eigentlich angekommen sein müsste, ging die Suche los. Die kleinen Schätze sind meist so versteckt, dass ein unaufmerksamer Spaziergänger sie nie entdecken würde. Ich brauchte ca. 15 Minuten und ging einige potentielle Verstecke ab, als ich fündig wurde. Die Dose war zwar von der einen Seite gut zu sehen, aber nicht zu fassen. Der Hintereingang des Verstecks war dann aber leichter zugänglich und nach einigen Hebeln und Zerren hielt ich den Schatz in Händen.
Just in dem Augenblick, in dem ich die Dose öffnete, kam Emil vom TeamAstelix des Weges, GPSr in Händen und meinte nur "Oh, dann brauch ich ja nicht mehr suchen". Damit waren wir Nr. 2 und 3 des heutigen Tages, die diesen Schatz gehoben haben.
Wir haben uns dann noch ins Cache Log eingetragen und anschließend sicher noch eine halbe Stunde gefachsimpelt. Ich hab dann noch einen Travel Bug (GeoCoin) übernommen und jeder ging wieder seiner Wege.
Dann ging's kurz heim, um den nächsten Cache auszuwählen. Der war schnell gefunden. Auf ging's, den "TV-Cache" zu heben.
Die Rätsel des Einstiegs (Fragen aus der TV-Geschichte), aus denen sich die Koordinaten des Caches (Station 1) ergaben, waren schnell gelöst und los ging's. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass es ein Multi-Mystery Cache ist. Station 1 war relativ schnell gefunden, das Versteck war nur zwischen 2 und 6 m von den angegebenen Koordinaten entfernt (in Abhängigkeit der Präsisionen des GPSr beim Legen des Caches und meines etrex beim Wiederaufspüren). Alles, was ich fand, war ein weiteres Rätsel, diesmal jedoch nicht so umfangreich und auch nicht schwieriger als die ersten Fragen.
Weiter ging's zur 2. Station, immer die Ampfer flussaufwärts. Diesmal gestaltet sich die Suche etwas leichter, auch diese Koordinaten waren sehr präzise. Aber man musste sich schon durch ein wenig zeckenverseuchten Dschungel schlagen. Doch die Mühen wurden leider nicht entlohnt, denn der Cache war scheinbar erst kürzlich geplündert worden.