Nachdem am vergangenen Donnerstag in Furtwangen schon die erste Typisierungsaktion unserer Familien- und Freundesinitiative "Hilfe für Katja Rapp" stattgefunden hatte (mit 184 Spendewilligen) dachte ich erst, dass diese Zahl schwer zu schlagen sein würde. Ich hatte aber auch überhaupt keine Erfahrung in der Sache.
Am Samstag liefen dann die Typisierungsaktionen in Esslingen und Freiburg an. Ich bin mit einem Freund (nochmals danke, Marcus!) gleich in der Früh nach Esslingen gefahren. Um ca. 10:30 Uhr waren wird da, um 10:50 Uhr waren wir fertig mit der Blutabnahme nebst Papierkram.
Kaum war ich angezapft, wurde ich schon als Helfer akquiriert ... aber das war ja schon vor Antritt der Anreise klar. Als ich gerade dabei war, das DKMS-Banner an eine Stelle anzubringen, wo es von den Anfahrtsstraßen aus besser zu sehen war, stieß eichi, ein Bekannter aus dem Projekt openstreetmap.org zu uns, dem ich von der Aktion erzählt hatte und der dann natürlich nicht anders konnte, als sofort nach Esslingen zu trampen und seinen Lebenssaft abzugeben (Danke, eichi!).
Für die Aktion in Esslingen kann ich nur sagen, sie war sehr gut organisiert. So konnten von vor 10 Uhr (offiziell ging's eigentlich erst um 10 Uhr los) bis nach 16 Uhr ca. von 670 Personen Blutproben genommen werden, die am Montag ihre Reise nach New York antreten werden, um dort in einem dafür spezialisierten Labor untersucht zu werden. Diese Zahl ist grandios, wenn man in Betracht zieht, dass in 2006 bei einer Typisierungsaktion schon einmal 6400 Spendewillige angetreten waren, um einem kleinen Jungen zur Seite zu stehen, der wie Katja an Leukämie erkrankt war.
Ich bin mir sicher, in Freiburg war die Organisation um keinen Deut schlechter. Als um 16 Uhr (dem offiziellen Ende der Aktion) immer noch eine Schlange vor der Tür stand, man aber schon mit dem Gedanken spielte, die letzten Wartenden unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu schicken, haben sich alle Helfer lauthals dagegen ausgesprochen, so dass die Aktion kurzerhand einfach um eine Stunde verlängert wurde. In sieben Stunden konnten in Freiburg 979 Blutproben genommen werden, die am Montag gemeinsam mit den Proben ausu Furtwangen, Esslingen und den Mundschleimhautabstrichen, die per Post eingesandt wurden, auf den Weg nach New York gebracht werden.
Jetzt haben wir eine kleine Verschnaufpause bis zum 14.2.2008, wenn eine weitere Typisierungsaktion an Katjas Schule, dem Plochinger Gymnasium, durchgeführt wird. Nun harren wir der Dinge, die da kommen.