Gestern Abend war - wen wundert's? - Osterfeuer auf dem Volksfestplatz. Die Veranstalter hatten sich da auch ausreichend Mühe gegeben. Der "Scheiterhaufen" war säuberlich aufgestellt, die Feuerwehr war - für den Fall der Brandfälle - vor Ort und sorgte auch dafür, dass das Feuer nicht ausging. Zudem waren Büdchen aufgestellt, an denen für das leibliche Wohl der Anwesenden gesorgt wurde.
Und derer waren es nicht wenige °oO( Ich wünschte, die wären damals auch alle auf der Demo gegen die Vorratsdatenspeicherung dabei gewesen )

Als ich am Volksfestplatz ankam, erinnerte mich der Scheiterhaufen zunächst mal an eine
Ku-Klux-Klan-Versammlung. Aber es kamen keine verblendeten, in Bettwäsche gehüllten Typen vorbei. Bei den vielen Osterfeuern, die ich aus meiner Jugend kannte, war nämlich kein Strohkreuz aufgestellt. Zudem kam mir das Feuer viel kleiner vor als die echt riesigen Feuer, die in meiner Heimat abgefackelt werden.
Obwohl das Feuer klein aussah, war's doch gescheit warm, was sofortige Gegenmaßnahmen auf den Plan rief. Weißbier hat sich als hervorragendes Kühlmittel bewiesen.

Interessant finde ich jedoch, dass sich der meines Wissens heidnische Hintergrund der Feuer im Frühjahr bis heute in den christlichen Festivitäten gehalten hat, wie auch das
Osterei als heidnisches Fruchtbarkeitssymbol.