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Archives Tiger's BluQTigerBluQ When in doubt, ask the invisible pink unicorn! ![]() Alles, was mich bewegt, langweilt, nervt, in Rage versetzt oder sonst irgendwie passiert s9y@oltmanns.name © 2010 |
Wednesday, March 2. 2011Sind/werden Lügner und Betrüger jetzt marktfähig?Man kann's kaum glauben. Oder man will's kaum glauben, aber man muss es wohl. Ein nicht völlig unerheblicher Teil unserer Bevölkerung scheint den Bodenkontakt völlig verloren zu haben. Unser gehaargelter Ex-Dr./Ex-Verteidigungsminister lügt, dass sich die Balken biegen und leugnet noch lächelnd und "mit Freude", obwohl er mit erdrückenden Fakten konfrontiert wird, verhöhnt die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft und schädigt den Wissenschaftsstandort in erheblichem Maße ... und was passiert? Da fragt man sich doch: Was geht in diesen Menschen vor sich? Welches Verhältnis haben diese Menschen zu Ehrgefühl, Anstand, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit? Denken diese Menschen auch nur einen Augenblick nach, was sie da tun? Ich kann dieses Verhalten nur auf mangelhafte Bildung und langjährige Indoktrination durch die Medien zurückführen. Kein Mensch gehobener Bildung wird ernsthaft nachvollziehen können, was diese Menschen veranlasst, einen Lügner und Betrüger so zu verherrlichen, insbesondere keiner von denen, die selbst eine eigene Diplom- oder Doktorarbeit geschrieben oder eigenhändig ein Gesellen- oder Meisterstück erstellt haben, um sich ihren Abschluss ehrlich zu erarbeiten. Ehre nur dem/der, dem/der Ehre gebührt. Aber einem Karl-Theodor zu Guttenberg spreche ich jegliche Ehre ab. Da hilft es ihm auch nicht, wenn eine ebenfalls promovierte (Theoretische Chemie) Bundeskanzlerin voll hinter ihm steht. Ich frage mich, wohin die Reise in der Bevölkerung geht. Heute jubeln sie noch einem Plagiator zu und loben ihn über die höchsten Töne. Wenn wir das durchgehen lassen, welche Missetaten gestehen wir dann dem nächsten Politiker zu? Drücken wir dann auch bald bei Straftaten beide Augen zu? Bestechlichkeit? Landesverrat? Erpressung? Raub? Entführung? Mord? Wann ist die Grenze erreicht und ab welchem Punkt wird ein relativ junger, gestriegelter, adliger Möchtegern-Staatsmann untragbar? Will Deutschland sich ihren Berlusconi züchten, der sie dann auf eigenen Wunsch weiterhin nach Strich und Faden verarscht? Gute Nacht, armes Deutschland!
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Monday, January 3. 2011ARD-Chefintendantin Piel erklärt Internet den KriegIch habe gerade das Tagesspiegel-Interview "Die ARD steht für eine Allianz gegen Google bereit" mit der WDR-Intendantin und neuen Vorsitzenden der ARD, Monika Piel gelesen und muss sagen, es sind mir einige Dinge sehr säuerlich aufgestoßen (siehe dazu auch netzpolitik.org). Da wären zum einen die Gebühren-Einbrüche, die durch den Wegfall der ALG II-Empfänger entstehen würden. Ich denke, es ist nur gerecht, dass die ALG II-Empfänger von der Gebühr befreit werden. Und wenn man von einem Gesamtbudget der ARD von ca. 5 Mrd. €/Jahr ausgehen darf, denke ich, dass ein Verminderung um 50 Mio. € kaum ins Gewicht fällt. Ich meine kürzlich irgendwo gelesen zu haben [die Quelle versuche ich noch aufzutreiben, sobald ich die Zeit dafür finde], dass den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ein weitaus größeres Budget zur Verfügung steht als den privaten Sendern. Um eine finanzielle Wettbewerbsfähigkeit sollten sich die öffentlich-rechtlichen Sender deshalb wohl eher weniger Sorgen machen müssen. Aber die fehlenden 50 Mio. € holt der WDR ja durch den Abbau von 100 Arbeitsplätzen in dessen IT dann leicht wieder raus. Wie ein Sender aussieht, der keine funktionierende IT und Studio-Regie hat, kann man sich jeden Tag auf n-tv anschauen, in dessen Studios scheinbar nur Praktikanten beschäftigt werden. Ich habe leider gerade keine Statistik, wie viele Haushalte es in Deutschland gibt, aber wenn man von einer geschätzten durchschnittlichen Haushaltsgröße von ca. 2,3 Menschen ausgeht, blieben immer noch ca. 35,65 Mio. Haushalte. Wenn die dann alle jeweils 17,98 €/Monat abdrücken, kommen da jährlich läppische 7,55 Mrd. € /Jahr zusammen. Von einem Gebühren-Einbruch würde ich dann definitiv nicht mehr reden. Selbst wenn man die 3 Mio. Arbeitslosen abzöge, wären das immer noch 7,044 Mrd. €/Jahr, also immer noch 2 Mrd. €/Jahr mehr als bisher. Sicher, mit den paar Kröten müsste sich die ARD schon etwas zusammenreißen, um noch als Qualitätsmedium antreten zu können. Interessant finde ich, dass Frau Piel "hochqualitative Inhalte" bieten möchte. Nun, das Mutantenstadl ist nicht wirklich das, was ich mit hochqualitativ bezeichnen würde, aber vielleicht denke ich in 20-30 Jahren anders darüber. Ich frage mich aber, warum es der ARD mit jetzt schon 5 Mrd. €/Jahr kaum gelingt, besagte hochqualitative Inhalte zu bieten, aber vielleicht unterschätze ich ja die Kosten, die bei der Produktion ebensolcher anfallen. Celluloid oder worauf auch immer diese Inhalte gebannt werden, scheint immer teurer zu werden. Aber das wird mit 2013 dann sicher alles besser. Das Frau Piel auch auf Online-Medien setzt, finde ich generell eigentlich gut. So ist ja z. B. die Tagesschau-App für mein Android-Smartphone kostenlos. Wenn da nicht das Wermutströpfchen wäre, dass das ja nicht immer so bleiben müsste. Wenn ich dann eine Aussage wie "Den Geburtsfehler des Internets - kostenlose Inhalte - zu beseitigen ist aber schwierig und langwierig." lese, könnte ich aus der Haut fahren. Vielleicht ist es Frau Piel entgangen - sowas kann einem ja schon mal passieren -, dass die Inhalte, die man über die Online-Dienste abrufen kann, schon auf Kosten des Bürgers und Gebührenzahlers erzeugt wurden und er daran, nachdem er sie schon bezahlt hat, meines Erachtens nach auch Rechte hat. Ganz besonders stößt mir dabei auf, dass z. B. in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Inhalte (und auch nicht alle Inhalte) nur befristet zur Verfügung gestellt werden, und zwar nur als Stream, nicht mit der Möglichkeit, die Beiträge herunterzuladen. So bleibt dem Gebührenzahler eigentlich nur, sich ständig mit den Medien zu beschäftigen und sich möglichst gut mit seinem programmierbaren DVD-Recorder auszukennen, um alles, was ihn potentiell interessieren könnte, schon bei der Ausstrahlung aufzuzeichnen. Der Gedanke, dass die Bürger Medieninhalte, die sie zu 100% finanziert haben, nicht oder nur mit größerem Aufwand auch privat nutzen dürfen, regt mich jedes Mal erneut auf. Etwas beängstigend finde ich auch, dass "Klimbim" zum Gesprächsthema wurde. Ich hoffe inständig, dass die ARD sich die allergrößte Mühe geben wird, das Niveau ihrer Sendungen über dem von Klimbim zu heben und ihrem Bildungsauftrag nachkommt. Es wundert mich immer wieder, wie niedrig das intellektuelle Niveau der angebotenen Inhalte ist ... bzw. war, als ich noch einen Fernseher hatte. Wenn ich mir da Sendungen auf Discovery Channel oder Beiträge der BBC ansehe, packt mich immer wieder das Erstaunen, dass ein Rundfunkapparat mit einem Milliardenbudget es nicht schafft, gleichwertige Inhalte anzubieten. So, jetzt läuft mir die Zeit davon. Der nächste Wecker klingelt bestimmt ... und früher als man denkt.
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Monday, November 1. 2010Was man alles NICHT auf YouTube sehen kannIch dachte, es wäre damit getan, dass diverse Musik-Labels und dergleichen einem schon den youtube-Genuss versauern. Aber heute habe ich eine neue Erfahrung gemacht. ![]() WTF? Ich würde es ja verstehen, wenn mir das auf einer privaten Seite passieren würde. Aber warum zur Hölle packt justapps.de solch ein Video auf ihr Portal, auf dem es wohl eigentlich jeder anschauen können sollte??
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Volksverdummung durch die Medien weiter auf dem Vormarsch
Die Sender RTL und RTLII scheinen ihre Strategie der systematischen Volksverdummung auf die Spitze treiben zu wollen.
Nachdem RTLII mit dem grenzlegalen "Tatort Internet" dem netz-unbedarften deutschen Michel vorspiegelte, wie böse der rechtsfreie Raum Internet doch ist, schießt RTL jetzt mit der okkultistischen Sendung "Das Medium" den Vogel ab. Den Gipfel bietet dann noch Freya Barschel, deren Mann Ex-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Uwe Barschel am 11. Oktober 1987 in einem Genfer Hotel unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen ist, die sich auf den Hokuspokus auch noch einlässt. In der Online-Fassung des Spiegel wird die Sendung entsprechend zerpflückt. Was kommt wohl als nächstes? Exorzismus live in den Schlafzimmern minderjähriger, nicht mehr ganz so unschuldiger Jungfrauen ... durch den Papst selbst?
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Sunday, October 31. 2010Wie war das mit unserer christlich-jüdischen Tradition?Nachdem mich Meister Frattini aus Italien gerade schon zur Weißglut gebracht hat mit seinem christlich-fundamentalistischen Geschwurbel, ist mir wieder dieser Unsinn eingefallen, den die CDU kürzlich in einem Antrag für den Bundesparteitag im November vorgelegt hat. Zu lesen gab's den im SPON-Artikel "CDU-Spitze beschwört die deutsche Leitkultur" am 20.10.2010:
Hallo? Hab ich in 13 Jahren Schulbildung und weiteren 20+ Jahren irgendwas verpasst? Lag ich im Koma und keiner hat's mir gesagt?? Wie darf ich denn unsere christlich-jüdische Tradition der letzten 1000+ Jahre verstehen?
Und nachdem "die Teutschen" die Juden in Mitteleuropa so vorbildlich integriert haben, kommt Ihr von der CDU daher und redet von unserer christlich-jüdischen Tradition? Ja, habt Ihr denn den Schuss nicht gehört? Bevor hier jemand von einer solchen Tradition reden kann, sollte in Deutschland erst einmal jede(r), unabhängig von Religion oder - wie so schön von Thilo Sarrazin hervorgekramt - Rasse sic rumlaufen und seine oder ihre Religion ausüben dürfen, wenn er oder sie denn unbedingt meint, dass das so sein muss (nur weil ich Atheist bin, heißt das nicht, dass ich anderen nicht ihre Religionen gönne, solang sie mich damit in Ruhe lassen). Liebe CDU, macht doch einfach mal Eure Hausaufgaben, bevor Ihr den Schnabel aufreißt und die Leute mit solchem ausgemachten Unsinn vor den Kopf stoßt.
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Neue Inquisition in Italien
Man mag's kaum glauben. Der italienischen ehemalige Staatsanwalt und jetzige Außenminister Franco Frattini im Kabinett des allseits beliebten und überaus integren Silvio Berlusconi ruft im Vatikan öffentlich den Jihad gegen den Atheismus aus. Und wie begründet er das?
Weiter in seiner Rede faselt Frattini von "religiöser Freiheit" (die er jedem Christen zugesteht, aber keinen Atheisten und, wenn man ihn unter vier Augen fragen würde, sicher auch keinem Muslim oder Juden). Die ganze Rede zielt offensichtlich darauf hin, den Schutz der christlichen Minderheiten im Nahen Osten zu verbessern. Mein (gar nicht so) lieber Herr Frattini, da haben Sie den Bogen aber doch ganz schön weit überspannt. Glauben Sie nicht, dass sich die nicht-christliche und atheistische Gemeinschaft solch eine Unverfrorenheit einfach gefallen lassen wird.
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Saturday, October 16. 2010Der Franz Kafka und ich ... wir zwei BeidenInspiriert durch Peter Reuters Artikel "Das Glück des Schreibers und die Entzückung der Leserschaft" habe ich mich dazu hinreissen lassen, mir durch die FAZ.net heute bescheinigen zu lassen, dass ich (zumindest in meinem Artikel "Angst und/oder Gier (nach Macht)" einen kafkaesquen Schreibstil an den Tag lege. Ich wusste schon immer, dass da ganz tief in mir etwas schlummert. Relativ häufig treffe ich auch den Stil von Melinda Nadj Abonji.
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Saturday, September 25. 2010Die Wiesn - einmal nüchtern betrachtetich habe gerade Besuch aus Aachen. Sie will mal wieder auf die Wiesn. Dem sollte nichts im Wege stehen, ich hab je genug Platz und 'ne breite Schlafcouch. Also ging's heute raus, ab mit der S3 bis zur Hackerbrücke und dann ins Hacker-Pschorr Bräuhaus, da ihre Freundin, die wir dort treffen sollten, schon hatte durchblicken lassen, dass die Zelte auf der Wiesn alle schon zu sind. Das ist auch wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es hier gerade mal 13°C hat und es vor sich hin nieselt. Nichtsdestotrotz war der Strom der Menschen auf die Theresienwiese eher normal als dünn. Dann saßen wir da am Tisch, den ihre Freundin freigekämpft hatte, neben zwei etwas "festeren" Maderln in Dirndln, deren Blicke schon leicht glasig waren, und ließen es uns gut geht bei Brathendl, Riesenschnitzel und einer Maß, die im Hacker-Pschorr Bräuhaus übrigens im ¾l ausgeliefert wird (sicher eine wohltätige Schutzmaßnahme gegen übermäßigen Alkoholmissbrauch). Soweit war's ja ganz nett. Aber: Italien muss relativ menschenleer sein, denn - wen würde es verwundern, es ist immerhin italienische Woche auf der Wiesn - die vorherrschende Sprache ist ein etwas verwaschenes, genuscheltes Italienisch. An unserem Nachbartisch machten ein paar 16jährige ihre ersten bösen Erfahrungen mit Alkohol. Ein besonders "beschwingter" Bua hielt es dann noch für eine gute Idee, mich mit Bierschaum anzuspucken, was er schon - seine Freundin weitaus weniger - lustig fand. Gut, es war nicht weiter schlimm, kein wahrer Grund, den Watschenbaum umfallen zu lassen. Ich kann aber eine gewisse Genugtuung nicht leugnen, als besagter Jüngling, beim Versuch, "heimlich" eine Zigarette am Tisch zu rauchen, direkt von der Security im wahrsten Sinne des Wortes am Ohrwaschl aus dem Schankraum gezerrt und mit einer Watschn rausgeschmissen wurde, als er meinte, sich dem Schrank von Security-Mann zur Wehr setzen zu müssen. Seinem Kumpel erging's beinahe genauso, als er meinte, sich einmischen zu müssen. Der hatte sich dann aber nach einer sehr direkten Ansage ("Host Du a Mami?") eines Besseren besonnen. Fraglich ist, ob er seinen Rausch nun an der frischen Luft oder auf dem Heimweg auspennt. Mich wurmt nur etwas, dass der Akku meines Galaxy S so gut wie leer war und ich das Geschehen nicht fotodokumentieren konnte. Interessant fand ich auch, wie lebhaft so der eine oder andere Tisch schon gegen 14:30 Uhr meinte, zur der einen oder anderen Maß Festbier gehörten auch zwingend zwei bis drei Kräuterliköre. Bei einer Sache bin ich mir dahingehend sicher: Das Erbrechen gegen 19 Uhr fällt nach den Magenbittern sicher viel leichter. Über den Haarspitzenkatarrh morgenfrüh will ich besser gar nicht nachdenken. Auf meinem Weg zurück zur bzw. über die Hackerbrücke fand ich noch zweierlei erstaunlich. Zum einen war das Polizeiaufgebot am S-Bahnhof Hackerbrücke verblüffend groß, ich würde von ca. 20 Beamten ausgehen, mal abgesehen von weiteren 10-12 Ordnern der DB-Sicherheit unmittelbar an den Bahnsteigen. Zu anderen fand ich's ziemlich cool, dass die Polizei über ihren Lautsprecherwagen aktuelle Wiesn- und Fußball-WM-Hits gespielt hat. Die Tonqualität war dabei überraschend gut, ebenso die Stimmung der Leute, die vorbeiliefen. Quintessenz: Ich werde zu alt für den Sch3!§§ und/oder definiere Spaß einfach etwas anders.
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Monday, September 13. 2010Neuer Lesestoff auf langen Wegen
Geduld ist ja ein Tugend. Gut, ich war nie sonderlich tugendhaft.
Am 2.9.2010 hab' ich mir gedacht, ich bestell' mal ein paar Schmöker, diesmal nicht beim weltgrößten Büchertandler, sondern gewissermaßen direkt "bei der Plantage". Sir Terry Pratchett lässt seine aktuellen Veröffentlichungen scheinbar von randomhouse verlegen und deren hauseigener Online-Vertrieb ist rBooks. OK, dachte ich, die sind sogar günstiger als besagter großer Mitbewerber, sogar mit den Versandkosten. Klick - klick - klick - klick und ab geht die Order, die "in 1-2 Tagen versandfertig ist".
Wie einleiten schon erwähnt, ist Warten nicht zwingend meine Stärke, als hab' ich dann am Samstag mal ein "Enquiry - Order not received" abgeschickt, als die Bestellung immer noch nicht bei mir eingegangen war. Und siehe da, heute, nur 11 Tage später, traf die Lieferung ein. In einem groben, robusten Synthetik-Sack mit dem Aufdruck "La Poste Avion" und einem Anhänger der französischen Post. Drin ein doch etwas zerdrückter Karton mit der Aufschrift "Handle with Care!". Nuja, dieser Aufdruck hat nicht so wirklich durch den Sack durch geleuchtet. Aber gut, die Bücher sind in gutem Zustand, kein Grund zu klagen. Ich find's aber erstaunlich, dass ein Päckchen von London (per Luftpost via Paris) ganze 11 Tage nach München braucht.
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Sunday, July 25. 2010Menschliche Abgründe tun sich auf - zur Katastrophe bei der Loveparade 2010Mit der Katastrophe bei der Loveparade 2010 in Duisburg, bei der Ahnungslosigkeit und Hilflosigkeit der VerantwortlichenWährend der Pressekonferenz sollten vier Verantwortliche der Presse Rede und Antwort stehen, nämlich der Leiter des städtischen Krisenstabs Wolfgang Rabe, der stellvertretende Polizeipräsident von Duisburg Detlef von Schmeling, der Veranstalter der Love Parade 2010 Rainer Schaller (sowie dessen Pressesprecher) und der Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland1. Auch wenn verständlich ist, dass sie zum Teil noch nicht ausreichende Informationen zum Unglück präsent hatten, konnten viele Fragen der Journalisten zu Punkten der Planung nicht beantwortet werden, so z. B.:
Ernüchternd war vor allem, dass sich die Befragten zu den meisten Fragen nicht äußerten und sich stets auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen beriefen, die seit heute Vormittag im Gange sind. Ganz besonders erstaunlich erschienen mir die "Aha"-Effekte in den Gesichtern des einen oder anderen Befragten bei Fragen durch die Journalisten zu sehr offensichtlichen Gefahren- oder Brennpunkten bei der Planung der Veranstaltung (z. B. "Wie bekomme ich besagte 1,4 Mio. Menschen durch einen 16m breiten und 120m langen Tunnel?", eine rein mathematische Frage3). Verwunderlich ist auch, dass unbezweifelt viele Planungsfehler begangen wurden, obwohl so viele Ämter und Gutachter (Ordnungsamt, Polizei, Rettungsdienste, Lopavent GmbH, Sachverständiger für die Dynamik von Menschenmengen Prof. Dr. Michael Schreckenberg von der Uni Duisburg) an der Planung beteiligt waren. Bedenklich sind auch viele Hinweise von einigen ortskundigen Leuten schon einige Tage vor der Loveparade, die gerade diesen Tunnel schon in diversen Internet-Medien (Foren z. B. Kommentar #18, Twitter) als "Falle" eingeschätzt hatten. Ich denke, der Polizei vor Ort kann man keine Vorwürfe machen, die hat laut von Schmeling während des gesamten Verlaufs die Menschenströme kanalisiert, wie es die Planung wohl vorgegeben hatte. Aber es bleibt zu ergründen, wer für das Unglück verantwortlich ist und warum in Deutschland im 21. Jahrhundert mit all unseren Möglichkeiten dennoch solch ein Unglück geschehen kann. Ob man jedoch der Führung der Polizei Vorwürfe machen sollte, bleibt dahingestellt, denn wie Spiegel Online heute auch weiter berichtete, ließ die Bundespolizei wohl "inzwischen sämtliche Unterlagen zur Love Parade - Einsatzbefehle, Lagemeldungen, Karten - von den Computern der Beamten sowie aus deren E-Mail-Accounts" löschen. [Update via Twitter] Wie Carsten Erdmann von der Berliner Morgenpost berichtet, bestätigte der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums, Jörg Kunzendorf, auf Anfrage gegenüber deren Reporter auf Anfrage so oben genanntem SpOn-Bericht: "Alle Einsatzunterlagen liegen vor und können bei Bedarf eingesehen werden." Reaktion der BevölkerungSehr viele Besucher der Loveparade und natürlich auch die TV-Sender haben sehr viel Bildmaterial ins Netz gestellt, auf youtube und den Webpräsenzen der Sender finden sich zahllose Videos zum Unglück. Wenn man sich dann aber mal die Kommentare zu den Videos anschaut, packt einen zum Teil das kalte Grauen. Ermutigend ist zugegebenerweise die große Anteilnahme und der Ausdruck von Mitgefühl vieler Kommentatoren. Erschreckend sind aber auch unterschiedlichste Stilblüten. Die einen geben den Opfern selbst die Schuld am Unglück, andere sprechen von "der Strafe Gottes" (klar, jedem religiösen Fundamentalisten war die Loveparade sicher ein Dorn im Auge), wieder andere beschimpfen andere Kommentatoren mit "Du Opfa" und schlimmerem. Diese Kommentare bieten einen erschreckenden Einblick in die Gefühlswelt und das Bildungsniveau dieser Leute. Während sich die eher mitfühlenden Kommentare meist gerade noch lesen und verstehen lassen, muss man sich bei den diffamierenden Kommentaren schon sehr viel Mühe geben. Hier zeigt sich eine bedenkliche Verrohung und ein ebenso bedenklicher Mangel an Erziehung und Bildung. Man stellt sich die Frage, ob man mit Menschen solchen Schlages wirklich zusammenleben will und welche Wege unsere Gesellschaft, (insbesondere die Eltern und im Anschluss daran auch die Schulen) einschlagen muss, um solche Menschen wieder zu sozialen Menschen werden zu lassen. Zu Menschen mit Werten, Respekt und Toleranz anderen gegenüber. Mir fehlen weitere Worte - Kommentare sind willkommen. Continue reading "Menschliche Abgründe tun sich auf - zur Katastrophe bei der Loveparade 2010"
Posted by Ralf Oltmanns
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13:52
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contemplative
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