Thursday, April 14. 2011
Irgendwann heute Mittag waren "die Bildungssysteme in Deutschland" Thema im Radio. Und dann, heute, irgendwann im Laufe des Nachmittags, traf ich bei den Lokalisten auf den Status eines Mädels:
"Ich hätte gern die Ruhe und die Nervenstärke eines Stuhls, der muss ja schließlich auch mit jedem Arsch klar kommen ... :p"
Ich dachte so bei mir, das kommt mir echt bekannt vor, netter Status, und ihr kann sicher geholfen werden und schrieb:
"Für die nötige Ruhe lies am besten was von Lucius Annaeus Seneca, großer Philosoph der Stoa, der hatte die Ruhe echt weg ;o)"
Sie hat dann geantwortet und ich dachte mir "OK, vielleicht hat sie's ja mit der Philosophie, aber ...". Ihre Antwort war:
"haha danke werd mal schaun was ich von dem lehrnen kann :)"
Findet dendie Fehler. °oO( Zefix, wo ist denn schon wieder mein Duden? )
P. S.: Wird Rechtschreibung an den Schulen noch vermittelt?
Sunday, February 27. 2011
Wenn man heute so den Twitterfeed verfolgt, sieht, was seine Facebook-"Freunde" so berichten oder die einschlägigen Nachrichtensender verfolgt, fällt es einem oft recht schwer, sein Essen bei sich zu behalten, vor allem, wenn es um die Bundes- und diverse Landesregierungen geht. Der ganze Sumpf wird einem gerade natürlich ganz besonders bei der Betrugsaffäre um Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg bewusst.
Es ist natürlich völlig naiv anzunehmen, die Mitglieder der Bundesregierung müsse sich allein aus Heiligen zusammensetzen (wir (in diesem Falle ich) leben ja in der Bundesananenrepublik Deutschland und nicht im Vatikan). Aber irgendwann ist das Maß dann doch voll. Ich ging eigentlich davon aus, dass man unseren "Volksvertretern" zumindest ein Mindestmaß an Integrität zumuten können sollte. Dem ist aber wohl nicht so.
Schlimm genug, dass K. T. zu Guttenberg es für nötig gehalten hat, sich seine Doktorarbeit zusammenkopieren (lassen?) zu müssen. Schlimm zudem das Ausmaß, mit dem er dies getan hat (bzw. tun ließ). Aber dass er dann nicht Manns genug ist, diese Missetat vollständig zuzugeben und klaren Tisch zu machen, hat ihn schließlich vollständig diskreditiert.
Continue reading "Waren so viele Politiker schon immer so untragbar?"
Tuesday, October 19. 2010
Ich wurde heute - wie viele, viele, viele andere auch - mal wieder abgemahnt wegen Filesharings. Sowas passiert einem ja immer mal wieder, ist ja eher alltäglich. Dabei hätte ich die Abmahnung fast übersehen, weil sie wie die meisten anderen im Spamfolder gelandet ist. Und wenn man sich die Mail mal genauer anschaut, verwundert es einen auch nicht sonderlich.
Es ist ja weitläufig bekannt, dass es Abmahnanwälten in Deutschland nicht sonderlich gut geht. Ein Grund mehr, sich eine Domain bei einem billigen Anbieter in den Niederlanden zu holen und die Nameserver nach Russland zu verlagern, weil die dort wahrscheinlich günstiger, besser betreut und leichter erreichbar sind.
Und weil man's als Abmahnanwalt so schwer hat, muss man schon verdammt früh aufstehen, um sein Tagessoll überhaupt erfüllen zu können. Und weil E-Mails auch so teuer geworden sind, verschickt man die Abmahnungen einfach direkt gleich mehreren Leute auf einmal. Dabei kann ich mich gar nicht erinnern, meine IP mit anderen Leuten geteilt zu haben, noch dazu, da ich gar kein Telekom-Kunde bin. Der Tatzeitpunkt ist auch von vernachlässigbarer Relevanz und wurde deshalb direkt weggelassen ... oder eingespart.
Zumindest bieten sie heute flexible moderne Zahlungsmöglichkeiten an, leider nichts für den etwas konservativ veranlagten Urheberrechtsverletzer. Aber man kann ja nicht alles haben.
Saturday, October 16. 2010
Inspiriert durch Peter Reuters Artikel "Das Glück des Schreibers und die Entzückung der Leserschaft" habe ich mich dazu hinreissen lassen, mir durch die FAZ.net heute bescheinigen zu lassen, dass ich (zumindest in meinem Artikel "Angst und/oder Gier (nach Macht)" einen kafkaesquen Schreibstil an den Tag lege. Ich wusste schon immer, dass da ganz tief in mir etwas schlummert. Relativ häufig treffe ich auch den Stil von Melinda Nadj Abonji. Dabei kann ich weder ungarisch noch jugoslawisch 
Monday, September 13. 2010
Geduld ist ja ein Tugend. Gut, ich war nie sonderlich tugendhaft.
Am 2.9.2010 hab' ich mir gedacht, ich bestell' mal ein paar Schmöker, diesmal nicht beim weltgrößten Büchertandler, sondern gewissermaßen direkt "bei der Plantage". Sir Terry Pratchett lässt seine aktuellen Veröffentlichungen scheinbar von randomhouse verlegen und deren hauseigener Online-Vertrieb ist rBooks. OK, dachte ich, die sind sogar günstiger als besagter großer Mitbewerber, sogar mit den Versandkosten. Klick - klick - klick - klick und ab geht die Order, die "in 1-2 Tagen versandfertig ist".
Wie einleiten schon erwähnt, ist Warten nicht zwingend meine Stärke, als hab' ich dann am Samstag mal ein "Enquiry - Order not received" abgeschickt, als die Bestellung immer noch nicht bei mir eingegangen war. Und siehe da, heute, nur 11 Tage später, traf die Lieferung ein. In einem groben, robusten Synthetik-Sack mit dem Aufdruck "La Poste Avion" und einem Anhänger der französischen Post. Drin ein doch etwas zerdrückter Karton mit der Aufschrift "Handle with Care!". Nuja, dieser Aufdruck hat nicht so wirklich durch den Sack durch geleuchtet. Aber gut, die Bücher sind in gutem Zustand, kein Grund zu klagen.
Ich find's aber erstaunlich, dass ein Päckchen von London (per Luftpost via Paris) ganze 11 Tage nach München braucht.
Tuesday, July 13. 2010
Heute ist mir was Komisches passiert. OK, mir passiert schon öfter mal was Komisches, aber heute war's anders komisch.
Auf dem Weg zur Arbeit, als ich gerade aus'm Bus hüpfte, fragt mich eine Frau Ende 40, ob ich ihr sagen kann, wo dieses Schauhaus für so'nen Anbieter für Bädereinrichtungen ist. Da besagtes Schauhaus nicht weit von meiner Firma weg ist, meinte ich, sie solle einfach mitkommen, ich würde sie dann schon auf den rechten Weg bringen.
Und da das schon einige Hundert Meter waren, kamen wir kurz ins Gespräch, das relativ schnell ins Politische rückte. Es ging dann von "Die Renten sind sicher" über Röslers geniale "Gesundheitsreform" bis zu "Den Westerwelle kann ich ja absolut nicht ab!" und "Die FDP lügt sich doch sowas von in die Tasche!" und "während wir zahlen, erhöhen sich die Abgeordneten die Diäten".
Mir dünkt, ich hörte da ein Quentchen Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierungskoalition heraus. Als ich ihr dann beiläufig sagte, dass ich Pirat bin, war sie gleich hellauf begeistert.
Das war irgendwie ein guter Start in den Arbeitstag 
Thursday, June 17. 2010
yalla hat'nen verrückten Artikel gefunden und darüber gebloggt. Wenn man das liest, wird man erneut darin bestärkt, an der Menschheit zu zweifeln.
In wenigen Worten: Einige überlebende Bürger der Stadt L'Aquila, dass in 2009 von einem sehr schweren Erdbeben dem Erdbogen (sag das doch gleich, Kai) Erdboden gleich gemacht worden ist, werfen sieben Wissenschaftlern des italienischen Zivilschutzes vor, sie nicht rechtzeitig vor dem Erdbeben gewarnt zu haben.
So traurig das Schicksal von L'Aquila auch sein mag, bleibt mir diese Klage unverständlich. Ich mag ja nicht auf dem aktuellsten seismologischen Wissenstand sein, aber soweit ich im Bilde bin, gibt es noch immer keine Methode, Erdbeben auch nur annähernd vorauszusagen. Die Seismologie beschränkt sich weiterhin auf die Analyse von vergangenen, aufgezeichneten Erdbeben und versucht, daraus Methoden für die Voraussage von Erdbeben zu erarbeiten.
Zu besagter Klage fallen mir direkt einige kaum weniger verrückte Vergleich ein:
- Man verklage Niels Bohr und Albert Einstein, weil sie die Bevölkerung von Hiroshima und Nagasaki nicht über den bevorstehenden Nuklearschlag informierten.
- Man verklage Sir Isaac Newton, denn der hat ja bekanntlich die Gravitation "erfunden", ohne die die Atombomben gar nicht auf Hiroshima und Nagasaki hätten herabFALLEN können.
- Man verklage die führenden Statistikprofessoren, weil die mir auch in der letzten Woche mal wieder nicht die Lottozahlen der Samstagsziehung vorausgesagt haben. Ich glaube, sowas nennt man dann Nutzentgang.
- Und dann war da noch Edmond Halley, den man für die Ausrottung der Dinosaurier verantwortlich machen könnte
Monday, June 14. 2010
ich habe meinen MobilfunkverTrag bei Euch schon vor über einem Jahr gekündigT,
weil Ihr meine DaTen verkaufT und missbrauchT
- weil Eure TeilzeiT-HoTliner, die wohl nebenbei noch für die GEZ Gebühren
einTreiben, mir auf den Nerv gehen und
- weil Eure Gebühren unzeiTgemäß und kaum konkurrenzfähig sind
und haTTe schon ein rechT neTTes, wenn auch ziemlich kurzes Gespräch miT einer Eurer Damen für Bauchpinselei und KundenunzufriedenheiT, aber Ihr scheinT das KonzepT einer Kündigung einfach noch nichT versTanden zu haben.
HeuTe MiTTag rufT doch TaTsächlich schon wieder eine bei mir an - man beachTe: miT unTerdrückTer Rufnummer, was meines WissensTands nach inzwischen verboTen isT - und schlägT mir kalTschnäuzig direkT mal eine Verlängerung inklusive Frei-Handy respekTive einer Gebührensenkung vor ... oder - nach einem kurzen Hinweis von meiner SeiTe - die BeachTung meiner alTen, aber immer noch gülTigen Kündigung.
RäumT biTTe möglichsT bald Eure DaTenbank auf und bläuT Euren Telefon-Drückern ein, Kundenwünsche - zumindesT im Technisch-möglichen Rahmen - zu beherzigen ... und lassT mich ENDLICH in RUHE!!
Saturday, May 29. 2010
Ich kann ja verstehen, dass man mal 'nen schlechten Tag hat ... hatte ich auch schon. Sowas kann einen ganz schön runterziehen.
Aber wenn man unbedingt meint, nu isses dann doch genug, warum springt man nicht von 'ner Skulptur auf den Osterinseln oder in eine Papiermühle? In beiden Fällen stünde man am nächsten Tag in der Bild-Zeitung ... auf die eine oder andere Weise.
Aber nee, heute war mal wieder jemand besonders clever und meinte, sich unbedingt kurz hinter Pasing im Gleisraum würfeln lassen zu müssen. Und dafür hab ich echt kein Verständnis. Nur weil das eigene Leben vielleicht doch nicht so rund gelaufen ist wie man es sich gerne gewünscht hätte, muss man nicht einigen Tausend Leuten den Abend verderben ... und den Heimweg um 90+ Minuten verlängern. Ich finde, es gibt weitaus sozialverträglichere Methoden, aus dem Leben zu treten.
Also, liebe Suizidgefährdeten, redet bitte nochmal mit Euren Therapeuten und denkt darüber nach, ob Ihr sovielen Leuten so'nen Mist antun wollt. Die Polizei, Notärzte, Sanitäter, Feuerwehrleute und Lokführer werden es Euch ganz besonders danken, die Fahrgäste wahrscheinlich kaum weniger.
P. S.: Es hatte ein Gutes: Ich bin fast fertig mit Sir Terry Pratchetts "MORT" - A Discworld Novel.
Monday, May 24. 2010
Ich darf heute arbeiten. Heute, am Pfingstmontag, wird an der Börse gehandelt, also ist unsere "Ops" besetzt ... heute mal durch mich. Ich bin gewissermaßen ein Ops-Besetzer, aber das ist völlig legal.
Nun, um die Ops besetzen zu können, fuhr ich wie jeden Arbeitstag mit der S- und U-Bahn ins Büro. In der U-Bahn meinte jemand, sein Handy wäre ideal, um den Rest der Mitfahrer zu beschallen, frei nach dem Motto "Meine Nachbarn hören gute (Anm. d. Red.: in diesem Fall schlechte) Musik, ob sie wollen oder nicht!".
Ich hab ihn dann mal gefragt, was er vom Konzept "Kopfhörer" so hält. Es erschien ihm scheinbar als totale Innovation, denn ich musste es ihm erst in wenigen kurzen, leicht verständlichen Sätzen nahebringen. Er meinte, wir könnten auch gerne (vom S-Bahn-Geschoss) nach oben gehen, um das an der frischen Luft auszudiskutieren, worauf ich ihm aber vorschlug, wir könnten das Thema auch gerne in voller Tiefe unten im U-Bahn-Geschoss breitklopfen, da ich immerhin auf dem Weg zur Arbeit wäre, worauf er dann auch einging.
Im Laufe des kurzen Gesprächs ... oder nennen wir es lieber "verbalen Schlagabtauschs" kam er irgendwie vom Thema "Mein Handy ist lauter als Deins" ab und meinte, er würde sicher mehr Steuern zahlen als ich "HartzIV-Empfänger". Mich beschlich augenblicklich das dumpfe Gefühl, ich kleide mich etwas zu léger. Nun, ich kam nicht mehr dazu, ihm meinen letzten Steuerbescheid vorzulegen, da ihm noch auf der Rolltreppe die Argumente (und die Musik auf seinem Handy) ausgingen.
Es ist aber doch sehr interessant, wie leicht man wildfremde - mehr oder weniger gesellschaftsfähige - Menschen näher kennenlernen kann, nur weil man der einzige in der U-Bahn ist, der es wagt, darauf hinzuweisen, dass das Gejammere aus diesem Ghettoblaster für Arme nicht jedermanns Geschmack trifft.
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