Sonntag, 23. August 2009
Ich war dieses Wochenende mal wieder mit'm Rad unterwegs. Es war auch mal wieder allerhöchste Zeit. Habe gestern extra noch die aktuelle Openstreetmap-Karte auf mein Garmin hochgeladen und dachte, es wird mich schon vernünftig nach Neuburg a. d. Donau routen.
Nunja, angekommen wäre ich sicher irgendwann, aber meine letzte Fahrt dorthin war nur 78 km lang. Die erste errechnete Route sah recht gut aus und ich bin gestartet. Irgendwann meinte mein eTrex Vista HCx aber mal, die Route erneut zu berechnen und verlegte den Weg "ein wenig". Die resultierende Route war auf einmal 111 km lang sein. Mit diesem Gedanken konnte ich mich aber irgendwie gar nicht anfreunden. Die neue Route resultierte aus kleinen "Lücken" im Kartenmaterial, die der Routingalgorithmus natürlich zu umgehen versucht. Das legt den Schluss nahe, dass wir noch diverse Male Hand an die OSM-Karte legen müssen, damit sie "perfekt" routet.
Ich behalf mir dann, in dem ich mich etappenweise führen ließ und konnte die Gesamtstrecke auf 90,2 km (laut Garmin, GPSies.com spricht von 86,2 km) verkürzen konnte. Die ersten knapp 60 km habe ich im Regen zurückgelegt, obwohl auf Niederschlagsradar alles darauf hingewiesen hatte, dass ich eine Lücke zwischen den Regenwolken erwischen würde. Aber das Wetter ist halt nicht immer so kooperativ.
Kaum hatte der Regen aufgehört, hat mich ein ständiger Gegenwind für den Rest der Strecke "bei Laune" gehalten (Ihr dürft raten, welche Art von Laune das wohl war). Die letzten 4 km waren dann ein einziges Ringen mit meinem inneren Schweinehund, ob ich aufgeben und meinen Kollegen, zu dem ich unterwegs war, anrufen und um Hilfe bitten sollte. Die Batterien waren definitiv auf Reserve. Aber ich hab's dann doch noch bis zum Ziel geschafft. Ich soll aber recht blass um die Nase dreingeschaut haben, als ich im Garten auf meine Freunde getroffen bin. Das war glücklicherweise nur ein vorübergehender Zustand, der sich mit einigen Stücken Hefezopf mit einem Zentner Marmelade, einer großen O-Saft-Schorle und anschließend einer heißen Dusche wieder beheben ließ.
Nach dem vielen Regen gestern müsste ich eigentlich braun vor lauter Rost sein (vor allem, weil ich irgendwo auf der Strecke mein hinteres Schutzblech verloren hatte). Und wer denkt schon daran, einen Sunblocker mitzunehmen, wenn's es dauernd regnet? Den hätte ich heute auf der Rückfahrt aber gut brauchen können, denn ich hatte vom Start weg Sonnenschein ... und zu meinem Leidwesen wieder über 90% der Strecke Gegenwind. Besonders Gegenwind bei Steigungen über 8% können einen recht leicht frustrieren. Nach 40 km auf'm Rad tendieren übrigens Orte mit Namen wie "Berg im Gau", "Kleinberghofen" und "Großberghofen", ihren Charme zu verlieren. Entsprechend erleichtert war ich, als ich dann nach fünf Stunden (beim letzten Mal hatte ich nur vier Stunden gebraucht), einmal genommener Vorfahrt mit viel Adrenalin, 40 Brennnesseln und einem Beinahesturz endlich total ausgepumpt und von der Sonne geröstet daheim ankam. Ich freue mich schon auf meinen morgigen Muskelkater, vom Sonnenbrand mal ganz zu schweigen.
Dienstag, 26. Mai 2009
Ich habe heute die nächste Trainingsetappe für die Vorbereitung zum B2RUN in München hinter mich gebracht, nachdem ich mich an der gleichen Strecke schon am Sonntag versucht hatte. Aber da war nach ca. 3,5 km und netten 11 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit die Batterien alle und ich bin umgekehrt. Ich denke, es war einfach zu warm und zu schwül und ich bin mit zu hohem Tempo eingestiegen.
Heute lief's bei weitem besser. Die Statistik: 10,36 km in 1h4min40sec, das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,61 km/h (2,67 m/s) oder auch 6min14,52s pro 1000 m. 
Ich kann mich erinnern, gaaaanz früher mal die 1000m in unter 3min20sec gelaufen zu sein. Aber ich war nie wirklich ein Läufer. Aber das war auch schon sehr lange vor der Jahrtausendwende.
Dienstag, 12. Mai 2009
Komme gerade vom Joggen heim (keine Sorge, bin schon frisch geduscht!). Heute wollte ich meine Strecke mal etwas variieren und bin von meiner geplanten Route abgewichen und einfach noch ein Stückchen die Amper entlanggelaufen. Dann fiel mir ein, dass ich ja zum Joggen losgezogen bin und nicht zum Schwimmen. Da blieb mir also nicht viel übrig, als bis zur nächsten Brücke weiterzulaufen. Abkürzen ging einfach nicht mehr ohne nasse Füße bis zum Hals (die Amper ist an einigen Stellen doch ausreichend tief).
Lange Rede, kurzer Sinn, hier wie gehabt die Statistik: 9,17km in 56m1s, Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,82 km/h (2,73 m/s) 
So ist die Tour doch'n stückweit länger ausgefallen. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Ich habe zwei Paare von Kanadagänsen (eins mit einem Küken, das andere sogar mit drei Küken) gesehen, an letzterem musste ich aber sehr langsam vorbeigehen, um sie nicht zu sehr aufzuregen. Die blieben nämlich mehr oder weniger auf dem Weg stehen und fauchten etwas, als ich ca. 1,5m an ihnen vorbeiging. Die Küken waren putzige Flaumkugeln, graugelb gescheckt und schon ungefähr so groß wie Hühner. Außerdem hab ich ein Reh bei meinem kleinen, eher ungewollten Abstecher in die Pampa auf einer Lichtung erschreckt und es ist in Riesensätzen davongesprungen. Ich war recht verblüfft, denn es ist auf einmal losgeflitzt, als ich vielleicht von fünf Meter von ihm entfernt war. Eigentlich ärgerlich, dass man beim Joggen keine Fotoausrüstung dabei hat. ... Naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Mittwoch, 19. November 2008
Da denkt man, man wohnt in einer einzigartigen Metropole und dann stößt man per Zufall auf einen nachgemachten Ort gleichen Namens. Brauche ich jetzt einen neuen Pass? Oder fällt das weg, weil das Plagiat auch in einem EU-Staat ist?
Sonntag, 31. August 2008
Ich war gestern in Neuburg a. d. Donau eingeladen. $kollege und dessen Freundin feierten gemeinsam Geburtstag. Da hab ich mir die folgenden Gedanken gemacht: - Dies ist Dein letztes Urlaubswochenende.
- Es ist Kaiserwetter (kein Wölkchen am Himmel, aber durchgehend Gegenwind ... aber das wusste ich vorher noch nicht)
- Mit dem ICE nach Neuburg von München-Pasing (inkl. Anfahrt dorthin mit der S-Bahn und Ticket kaufen) brauche ich 2,5 Stunden (einfache Strecke) dorthin.
- Die Hin- und Rückfahrt kostet 45 €.
Ergo: Warum mit'ner Bahn fahren, die sich wahrscheinlich eh noch verspätet?
"Radl-Wochenende" vollständig lesen
Freitag, 22. August 2008
Mich hat's heute wieder auf's Rad getrieben, wollte eine Freundin im ca. 35 km entfernten Kranzberg besuchen (was ich auch tat). Da ich wie verabredet am Vormittag ankommen wollte, dachte ich mir, ich steh zeitig auf. Da kommt Murphy's Law erstmalig (?) zum Einsatz. Mein Microsoft Windows Mobile 5.0 betriebenes Handy, dass mir heute als einziger Wecker dienen sollte, war in der Nacht abgestürzt (das macht es manchmal, ich glaube, es reagiert allergisch auf das Ladegerät).
Nun, was soll man machen ... schnell geduscht, Klamotten gepackt, Radltrikot übergestülpt und ab durch die Mitte.
Danach lief auch alles soweit glatt ... Aber Murphy fällt zu "glatt" natürlich immer was ein. Kurz vor bzw. eher in der vielleicht 60sten - diesmal irgendwie glatten - Kurve der Hinfahrt meinte Murphy, er müsse die in ca. 78 kg (+ Rad + Rucksack) steckende, mit ca. 24 km/h nahezu tangential zur Erdkrümmung gerichtete Translationsenergie in präzise tangential zur Erdkrümmung gerichtete Abrasionsenergie umwandeln ... bei entsprechend stark abnehmender Geschwindigkeit ... sogar bis zum - nur sehr kurzzeitigen - Stillliegen. Wer mir bis hierher folgen konnte, kann mit dem Wort ... mit der Lautäußerung AUA! etwas anfangen.
"Ist Murphy's Law berechenbarer als wir denken?" vollständig lesen
Montag, 18. August 2008
Urlaub ist toll. Da hat man ja soooo viel Zeit. Und damit ich nicht nur in der Bude hocke, hat mich'ne Freundin in Unterschleißheim zum Kaffee eingeladen. Da kann man ja nicht nein sagen. Und da ich mir den Waldschwaigsee, der so halbwegs auf dem Wege liegt, mal genauer anschauen wollte, hab ich mir direkt eine entsprechende Route dafür gebastelt. Am See hab ich dann auch flugs eine Plantschpause eingelegt. Er hätte zwar gerne ein paar Grad wärmer sein dürfen, aber nach den letzten Regengüssen war's nicht verwunderlich, dass er etwas kälter als gewünscht ausgefallen ist. Zur Statistik des Tages: - Gesamtstrecke: 62,5 km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 24,4 km/h
- Höchstgeschwindigkeit: 42,3 km/h
- Gesamter Aufstieg: 215 Höhenmeter
Beim Kaffee hatten wir uns etwas festgeratscht, so dass ich auf dem Heimweg ein paar Kohlen mehr auflegen musste, denn ich hatte kein Licht dabei und die Sonne stand schon recht tief gegen 19:20 Uhr. Aber das hat sich gelohnt, ich war um 20:32 Uhr, 7 Minuten nach Sonnenuntergang, daheim. 
Dienstag, 12. August 2008
Puh ... ich habe mir heute mal eine Tour angetan, die sich wohl wirklich als Mountainbike-Tour qualifiziert. Mein Gastgeber hatte sie mir gestern Abend noch empfohlen und wir haben sie dann schnell mal für mein eTrex Vista HCx abgesteckt, da ich mich rund um Innsbruck echt nicht auskenne. Bei meinem jetzigen Konditionsstand muss ich sagen, die Tour war wirklich grenzwertig. Wie man dem Höhenprofil entnehmen kann, ging's bis zur Muttereralm tatsächlich durchgehend bergauf ... und zwar größtenteils mit erheblicher Steigung. Ich hätte die Strecke bis zur Alm sicher auch unter idealen Bedingungen nicht durchradeln können, aber der Föhnsturm, der fast durchgehend geblasen hat, hat es dann definitiv unmöglich gemacht. An Steigungen, an denen ich auch bei Windstille schon im 1. Gang hätte fahren müssen (und dass war der Fall bei weit mehr als 250 Höhenmetern), war der Gegenwind so stark (4-5, in Böen 6 Bf), dass ich schlichtweg auf der Stelle getreten hätte. Ergo: So traurig wie's war, musste ich das Rad einen großen Teil der Strecke schieben. Auf dem schotterigen Untergrund war an ein Anfahren eh nicht mehr zu denken. Mein eTrex hat für die Strecke folgendes protokolliert: Startzeit: 2008-08-12T09:37:57Z Gesamtstrecke: 35,2 km Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung: 11,9 km/h Aufstieg insgesamt: 1359 m Ankunft an der Muttereralm: 2008-08-12T12:16:40Z Abfahrt von der Alm: 2008-08-12T14:02:59Z Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h (da wäre mehr drin gewesen, aber ich musste aufgrund von Verkehrsregeln leider öfter mal bremsen beim Abstieg ... Nein, während des Aufstiegs musste ich nie bremsen!) Zielzeit: 2008-08-12T15:17:58Z
"Der Berg RUFT!!" vollständig lesen
Freitag, 8. August 2008
Wir haben wirklich perfektes Timing an den Tag gelegt, um eine länger geplante Radltour zu machen. Dabei sah die Lage heute Vormittag noch alles andere als rosig aus. Aber als $freundin nach Feierabend dann daheim war und die Sonne gerade aus allen Rohren feuerte, dachten wir, wir wagen es doch. Um 16 Uhr ging's los, bei strahlendem Sonnenschein und frischem Gegenwind (in meiner Heimat nennt man sowas "die Berge Ostfrieslands"). Und bis auf die letzten 12 km war's sogar warm genug, dass frau ohne Windbreaker fahren konnte. Nur zum Baden im Germeringer See war's etwas zu windig. Kaum waren wir wieder an Start/Ziel des Rundkurses angekommen und saßen beim Abendessen beim lokalen Mexicaner, fiel uns auch schon der Himmel auf den Kopf, so dass wir von der Terrasse/Veranda nach drinnen fliehen mussten, damit der Caipirinha nicht zu dünn wird. Im Gespräch erzählte sie mir dann so von ihrer Ausbildung zur Tierzüchterin und was man da so alles machen musste/durfte. Z. B. auch künstliche Befruchtung. O-Ton: "Wir mussten ja alles machen. Da kam dann der Besamer und meinte nur: 'Dann komm mal mit, Mädel' ..." Na, wenn das mal keine abwechslungsreiche Ausbildung gewesen ist... Ich bin dann mal weg, mich umschulen lassen 
Donnerstag, 1. November 2007
Marcus, ein Spetzl von mir, meinte gestern, man könnt sich ja mal in die Berge stürzen und hat das Hirschberghaus auf dem dazugehörigen Hirschberg vorgeschlagen. ... Nun, gesagt, getan.
Heute früh um 8.00 Uhr (zuzügl. akademischen Viertels) ging's los Richtung Kreuth-Scharling (770 üNN), gewissermaßen zum Basislager. Circa eine Stunde später waren wir auch dort.
Knappe zwei Stunden und 765 Höhenmeter später waren wir am Hirschberghaus (47°39'46" N 11°44'13" O, 1535m üNN), eine halbe Stunde eher als gedacht. Da der Gipfel (47°39'38" N 11°41'46" O, laut meinem Garmin etrex Vista HCx 1674m üNN) zum Greifen nahe schien, dachten wir uns, den packen wir noch schnell vor dem Mittagessen. Kurze Zeit später waren wir dann auch dort oben. Hier tummelten sich sicher 20 Leute und standen Schlange für einen Eintrag ins Gipfelbuch.
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