Entries tagged as Wirtschaft
Friday, July 9. 2010
Kürzlich erschien in der in der Schweiz erscheinenden WOZ Die Wochenzeitung ein Bericht von Bettina Dyttrich zu "Patenten auf Pflanzen". Wenn man den liest, muss man wirklich aufpassen, dass einem nicht die Hutschnur platzt, der Geduldsfaden reißt und es dem Fass nicht die Krone ins Gesicht haut.
Es geht darum, dass Agrar-Magnaten verschärft darauf aus sind, jetzt auch Lebewesen patentieren lassen wollen, zu deren Entstehung keine labor-gentechnischen Mittel eingesetzt wurden.
«Eine Sorte kann nicht patentiert werden, mehrere Sorten aber schon. Es reicht, zu schreiben, eine Zuchtlinie lasse sich mit verschiedenen anderen Zuchtlinien kreuzen, dann ist das Verfahren patentierbar.» [..] «Die britische Firma Plant Bioscience hat ein Patent auf ein Verfahren angemeldet, Broccoli so zu züchten, dass sie mehr natürliche krebshemmende Glukosinolate enthalten. Mit dem Verfahren zusammen würden auch alle Pflanzen patentiert.»
Nun, wenn das so ist, lasse ich mir einfach einige Menschengruppen mit irgendwelchen skurilen Eigenschaften wie "geringer Bartwuchs" oder "große Brüste" nebst "Zuchtverfahren" patentieren. Wer sich dann ohne Lizenz fortzupflanzen wagt, wird sich mit meinen Anwälten auseinandersetzen müssen. Liebe Leute, kauft schon mal Aktien von Verhütungsmittel-Herstellern, denn sobald meine Patente durch sind, wird es ruhiger in den Kreißsälen! Fundamentale Anhänger diverser Religionsgemeinschaften müssen sich dann aber wohl kaum umstellen, denn Geschlechtsverkehr dient ja bekanntlich ausschließlich der Fortpflanzung. Da bleibt jetzt also auch mehr Zeit für die Sammlung von Porzellanpuppen.
Saturday, June 19. 2010
Kristina Schröder (CDU), unsere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird im Handelsblatt zitiert, sie wolle eine Frauenquote im Management von großen Unternehmen erzwingen. Die feminine Seite des Standard.at verpackt das in einen etwas schärferen Artikel.
Der Ansatz, dass weitaus mehr Frauen Einfluss auf die Führung großer Unternehmen haben sollten, leuchtet mir völlig ein und findet auch meine volle Zustimmung. ABER: Wie sollen diese Unternehmen solch eine Quote sinnvoll realisieren?
In vielen Branchen wird das sicher wenig problematisch sein, weil generell auch mehr Frauen in diesen tätig sind und logischerweise mehr weibliches Personal vorhanden ist, das die Karriereleiter bis ins Management hinaufsteigen könnten. Aber wie steht es um Branchen, in denen der Frauenanteil generell sehr niedrig ist? Wie sollen solche Unternehmen solche Quoten erfüllen können? Man wird ja kaum weder mehr Frauen in diese Branchen pressen noch diese wenigen Frauen dann in den Vorstand treiben können.
Mir ist schon klar, dass sich gewiss sehr viele Geschäftsführungen damit schwer tun, Frauen in ihrer Mitte aufzunehmen oder ihnen generell überhaupt Chancen einräumen, den Weg nach oben einzuschlagen und das es dort unbezweifelt Handlungsbedarf gibt. Ich bin absolut für Chancengleichheit und gegen Bevorzugung. Aber neben der Ungleichbehandlung von Frauen in Unternehmen (im negativen Sinne) liest man auch des Öfteren, dass viele Frauen, obwohl fachlich absolut dazu fähig, lieber die Fäden aus dem Hintergrund ziehen und bewusst nicht im Blitzlichtgewitter stehen - und dabei ausgezeichnete Arbeit leisten. Was passiert also, wenn nicht genug Frauen ganz nach oben wollen? Wem wird dann die Schuld in die Schuhe geschoben?
Ich sehe eher Potential zur Verbesserung, wenn man nicht die Quote per Gesetz regulieren wollte, sondern mehr Augenmerk darauf legt, dass Diskriminierung nicht mehr passiert, entweder unter Anwendung bestehenden Rechts oder durch neue, geeignete gesetzliche Regelungen. Der Weg nach oben sollte unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, spiritueller oder sexueller Neigung frei sein, aber nicht per Quote erzwungen werden.
Ich sehe da gewisse Parallelen zu einem Problem in der Piratenpartei. Dort ist die sogenannte "Gender-Frage" ein ständiger Quell der Verwirrung. Immer wieder werden Stimmen laut, es gäbe zu wenige Frauen in den verschiedenen Gremien. Aber wenn sich dann die Kandidaten für diverse Ämter zur Wahl stellen, finden sich weit weniger Frauen als Männer ein. Aber wie wählt man Frauen in ein Amt, wenn sich kein weiblicher Kandidat für diese Wahl findet?
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Tuesday, August 18. 2009
Ich war gerade mal auf #pidgin im Netzwerk irc.freenode.net, in dem sich allerlei Entwickler tummeln und in dem man recht schnell mit Experten zu den unterschiedlichsten Themen kommen kann, was bei Fragen oft recht hilfreich ist. Dort ging's dann auch um die Anschaffung von neuer Hardware, als ich ein Gespräche "überlas".
Zitat: (21:09:10) [anonymisiert]: i don't have a high enough credit limit to buy an entire computer on a single card
Zunächst dachte ich °oO( Nunja, ok, dann hat er sich halt keine neue Hardware kaufen können. ) Aber weit gefehlt! Denn was macht man in einer solchen Situation? Ganz EINFACH: Man besorgt sich einfach Kreditkarten weiterer Banken bzw. Kreditkartenemittenten und - SCHWUPPS - hat man in der Summe ein ausreichendes Kreditlimit.
Wäre das nicht auch ein tolles Konzept für unseren Staatsetat? Wenn uns ein Volk aus Steuerzahlern nicht reicht, könnten wir dann nicht einfach noch ein oder zwei weitere Völker verpflichten?
Oder haltet Ihr diese Herangehensweise für genau so eine Perversion wie ich?
Monday, April 27. 2009
In einem Artikel der Online-Fassung der Financial Times wird über eine Studie berichtet, die die ideale Verzinsung für die US-Wirtschaft mit -5% (in Worten: minus fünf Prozent) festsetzt. Sollten die das wirklich machen, sollte man dort sofort ein dickes Darlehen aufnehmen und seine gesamten Schulden bezahlen. Nun, ok, sie werden es nicht machen, denn die Fed kann den Zinssatz nicht unter 0 senken. Aber cool wär's dennoch. Damit hätte die US-Regierung gleichzeitig auch die Möglichkeit, die auf den Markt geschwämmten US$ 1.150 Bio. (€ 885 Mrd., £ 788 Mrd.) wieder rauszudeflationieren. Nur schade, dass der Zinseszinseffekt bei negativem Zinssatz rückläufig ist. 
Saturday, February 14. 2009

Nachdem sich in Deutschland im Rahmen des Konjunkturprogrammes die Abwrackprämie für über 9 Jahre alte Autos steigender Beliebtheit erfreut, gehen unsere Nachbarn in der Alpenrepublik andere Wege. Dort wird die Abwrackprämie auf die Rückgabe verschlissener Vibratoren gewährt. Ob dazu jedoch eine schon erbrachte Laufleistung nachgewiesen werden muss, blieb bisher offen.
Tuesday, January 27. 2009
(heute von einer Freundin erhalten) Weisheit des Tages Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hatte gestern noch 215,28 € übrig. Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in Tegernseer Bier investiert hat, konnte: - 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Bier genießen,
- war ständig heiter,
- hatte viel Spaß,
- hat den Regenwald gerettet und
- hatte gestern noch....
(Achtung, jetzt kommt's)... Leergut im Wert 223,20 €!!! Das Leben kann so einfach sein.
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