ich habe meinen MobilfunkverTrag bei Euch schon vor über einem Jahr gekündigT,
weil Ihr meine DaTen verkaufT und missbrauchT
weil Eure TeilzeiT-HoTliner, die wohl nebenbei noch für die GEZ Gebühren
einTreiben, mir auf den Nerv gehen und
weil Eure Gebühren unzeiTgemäß und kaum konkurrenzfähig sind
und haTTe schon ein rechT neTTes, wenn auch ziemlich kurzes Gespräch miT einer Eurer Damen für Bauchpinselei und KundenunzufriedenheiT, aber Ihr scheinT das KonzepT einer Kündigung einfach noch nichT versTanden zu haben.
HeuTe MiTTag rufT doch TaTsächlich schon wieder eine bei mir an - man beachTe: miT unTerdrückTer Rufnummer, was meines WissensTands nach inzwischen verboTen isT - und schlägT mir kalTschnäuzig direkT mal eine Verlängerung inklusive Frei-Handy respekTive einer Gebührensenkung vor ... oder - nach einem kurzen Hinweis von meiner SeiTe - die BeachTung meiner alTen, aber immer noch gülTigen Kündigung.
RäumT biTTe möglichsT bald Eure DaTenbank auf und bläuT Euren Telefon-Drückern ein, Kundenwünsche - zumindesT im Technisch-möglichen Rahmen - zu beherzigen ... und lassT mich ENDLICH in RUHE!!
Dieses cool gemachte Video zeigt (ok, vielleicht etwas überzeichnet), wohin die Reise gehen könnte, wenn wir uns jetzt nicht bemerkbar machen und den etablierten Parteien signalisieren, dass sie schon lange den Bogen überspannt haben.
Die heute-Redaktion vom ZDF hat gerade eine Online-Umfrage laufen, die die Meinung zu Internetsperren gegen Kinderpornographie erfassen möchte.
Als ich gerade abgestimmt habe, sah das Ergebnis noch relativ eindeutig aus (95% der 109.688 bis dahin Befragten sprachen sich gegen Internetsperren aus).
Gerade bekomme ich 'ne SMS von einer Nummer 72140:
"Anhand einer Handynummer können Auskunftdienste den zugehörigen Namen u. Adresse nennen. Ab. 6.7. werden Ihre Handydaten aufgrund gesetzl. Vorgaben für diese Inverssuche freigegeben. Sie können jederzeit widersprechen: Mit NEIN auf diese SMS antworten od. die kostenlose T-Mobile Kurzwahl 2202 anrufen."
Habe ich da mal wieder nicht aufgepasst oder warum weiß ich nichts über diese "gesetzlichen Vorgaben"? Und wer entscheidet so etwas warum? Und mit wessen Zustimmung?
Heute erschien in der Online-Fassung des Südkuriers ein interessanter Artikel, der in einfachen, nicht technischen Worten auch den Leuten, die nicht in die Tiefen der Internet-Technologien eingetaucht sind, verdeutlicht, was es mit den von der Bundesregierung geplanten Internetsperren gegen Kinderpornographie auf sich hat, was daran bedenklich ist, warum diese Methoden untauglich sind und wie man es besser machen könnte, ohne JEDEN Internetnutzer generell erstmal unter Generalverdacht zu stellen und das Internet unkontrolliert zu zensieren. Ich hoffe, der Artikel findet viele Leser.
Die Lobbyisten, die das umstrittene, geplante Gesetz für die Einführung von Internetsperren gegen kinderpornographische Webseiten vorantreiben wollen, wollte wohl nun auch die deutschen Fußballfans mit in ihr Boot holen.
Zumindest lässt dieses Jobangebot (links) auf einer Arbeitsvermittlungsplattform darauf schließen.
Mit der Bekanntwerdung der diversen Telefonumfragen scheinen sie sich aber besonnen zu haben, von der Aktion abzusehen. Ich denke eh, dass sie sich schwer tun werden, den Erfolg der Online-Petition zu schmälern. Aber man soll seinen Gegner ja nie unterschätzen.
Nachher - am 21.05.2009 um 14:05 Uhr
Aber je länger die Diskussion des Themas durch die Medien geht, umso mehr kristallisiert sich heraus, dass der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein plumper Versuch war, die von der Bundesregierung scheinbar für Idioten und völlig verblödet angesehenen Bundesbürger mit einer weiteren Beschneidung ihrer Grundrechte zu überrumpeln. Liest man die einschlägigen Medien aufmerksam genug, findet man genügend Hinweise darauf, wie einfältig und sinnfrei dabei die Argumentation der Bundesminister und Lobbyisten FÜR Internet-Sperren ist.
Es geht hier nicht um den Schutz missbrauchter Kinder, sondern um die schleichende Implementierung von Zensurmechanismen, die später leicht auf jegliche Inhalte angewendet werden können, die der Bundesregierung, den Ermittlungsbehörden oder anderen Interessensgemeinschaften mit Einfluss unangenehm erscheinen mögen.
Ein effektiver Kampf gegen den Missbrauch von unschuldigen Kindern und Jugendlichen sieht anders aus. Halbherzige Vertuschung und Verschleierung von Kinderpornographie im Internet rettet kein Kind vor dem Missbrauch. Und Bevormundung schafft sicher keine mündigen Bürger mit gesundem Menschenverstand.
Eins sollte man sich zu allererst mal klar machen: Die Leute (momentan 86.267 Mitzeichner, immerhin schon mehr als ein 1/1000 der deutschen Gesamtbevölkerung), die sich zusammengefunden haben, die Online-Petition gegen das Gesetz für Internetsperren gegen Kinderpornographie mitzuzeichnen, sind genauso FÜR den Schutz von Kindern und FÜR die Dingfestmachung der pädokriminellen Verbrecher, die die Quelle für den Kinderpornographiemarkt bilden.1
Aber nun hat die Deutsche Kinderhilfe, deren Einsatz ich ihnen eigentlich hoch anrechne, in die gleiche Kerbe der Unwissenheit geschlagen wie schon diverse unserer Bundesminister und versuchen auf recht populistische Weise, Otto Normalverbraucher dazu zu verleiten, einem Zensurgesetz Tür und Tor zu öffnen, dessen Umsetzung sich in Expertenkreisen schon im Vorhinein als denkbar ungeeignet für die Verhinderung der Verbreitung von Internetinhalten jeglicher Art, z. B. auch von Kinderpornographie erwiesen hat. Entgegen jedem Ratschlag aus benachbarten Ländern, in denen ähnliche Konzepte kläglich versagt haben, klammert man sich an einen augenscheinlich einfachen, dafür aber untauglichen Ansatz. Und im gleichen Atemzug wird jeder, der sich dagegen äußert, sofort difamiert und kriminalisiert. "DAS SIND ALLES PÄDOKRIMINELLE!!"
Klar, 86.267 Pädokriminelle unterzeichnen mit Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer eine Petition gegen Internetzensur. Wenn DAS so einfach wäre, wäre die Sache ja bald erledigt. Man könnte ihnen ja sogar die Vorladungen per Post zuschicken und müsste sich nicht mal die Mühe machen, sie mit den SEK einzufangen.
Die Debatte um die Internetsperren gegen Kinderpornographie, die in Fachkreisen als völlig wirkungslos anerkannt sind, treibt die kuriosesten Stilblüten.
So disqualifiziert sich Dr. Dieter Wiefelspütz auf seinem Profil auf abgeordnetenwatch.de bei der Antwort auf eine Frage zu seiner Kompetenz im Bereich IT und Internet. Bei solchen Antworten fragt man sich, wie konnte der Mann bisher bestehen? Dabei hatte ich ihn in Datenschutzfragen eigentlich immer recht positiv in Erinnerung.
Mir ist ja klar, dass man auch als MdB nicht kompetent in ALLEN Fragen des Lebens sein kann. Es kann aber doch nicht sein, dass den Bundestagsabgeordneten keine Berater zur Seite stehen, die ihnen Fragen in Fachbereichen beantworten können, die nicht in ihr Kompetenzfeld fallen. ... Oder etwa doch??