Sunday, March 13. 2011
Da auf Grund der tragischen Umstände in Japan nach dem außerordentlich starken Seebeben von 9,1 auf der Richterskala vor der Küste Nordostjapans und dem daraus resultierenden Tsunami, der unter anderem wahrscheinlich über 10.000 Menschen in der Präfektur Miyagi das Leben gekostet hat (mein tiefes Mitgefühl sei der japanischen Bevölkerung hiermit ausdrücklich versichert) und der wiederum daraus resutlierenden gravierendsten Störfälle bei den Atomkraftwerken Fukushima I und Tokai sahen sich einige Mitglieder der Bundesregierung berufen, dem Druck der Atom-Lobby nachzugeben und der Bundeskanzlerin den Entwurf einer neuen Deutschlandfahne vorzulegen. Das alles soll dazu dienen, der deutschen Bevölkerung ein wenig die Angst vor unseren eigenen, bis zu 40 Jahre alten Siedewasserreaktoren zu nehmen und die Atom-Lobby in Sicherheit zu wiegen. Mir ist es gelungen, des Fahnenentwurfs habhaft zu werden, um ihn hier exklusiv zu veröffentlichen:
Um die Akzeptanz des Fahnenentwurfs zu erhöhen, war man bedacht, die Farben Schwarz-Rot-Gold beizuhalten, auch wenn sich die Regierungskoalition aus verständlichen Gründen sehr schwer tat, am Rot in der Fahne festzuhalten.
Äußerst beruhigend finde ich natürlich, dass unser Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Norbert Röttgen direkt versicherte, dass solche Störfälle in Deutschland NATÜRLICH nie nicht auftreten können!!!
Saturday, October 9. 2010
Ich komme gerade heim von der Anti-Atom-Bayern-Demo in München. Zur Info für die, die damit nicht direkt etwas anfangen können: Es geht dabei darum, die Kehrtwende der Bundesregierung beim Ausstieg aus der Atomenergie und die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verhindern. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die Bundesregierung habe sich von der Atomenergie-Lobby kaufen lassen.
Bei der Hinfahrt mit der S- und U-Bahn kamen mit die Züge schon verdächtig voll vor. Mir gegenüber saß eine etwas ältere Frau und las interessiert in der Abendzeitung. Die hatte heute auch eine passende Schlagzeile zum Thema. "Wir machen mit!"
Etwas später, als ich an der Bayrischen Staatskanzlei eintraf und weitere Piraten suchte, wurde ich recht schnell fündig. Aber zunächst waren wir nur zu viert, was uns natürlich etwas verwunderte. Aber recht bald tauchten am Horizont diverse große Piraten-Fahnen auf, zu denen wir uns dann gesellten, und siehe da, es kam doch eine ansehnliche Mannschaft (m/w) zustande.
Nachdem sich die meisten Beteiligten an der kleinen Bühne an der Staatskanzlei entsprechend eingestimmt hatten, die Linke netterweise Brezn verteilt hatte (auch an uns Piraten), setzte sich der Großteil der Leute lautstark skandierend, klatschend und trillerpfeifend bei strahlendem Sonnenschein  in Richtung Odeonsplatz in Bewegung, zunächst über den Karl-Scharnagl-Ring. Wir hatten erst Befürchtungen, die für eine Länge von 10 km geplante Menschenkette könnte Lücken aufweisen, aber in den Bereichen der Demo, in denen ich mich aufgehalten habe, hätte man die Menschenkette mindestens dreireihig, meist aber problemlos fünf- bis zehnreihig machen können. Ich denke, damit wurde das Ziel der 10km-Menschenkette mit Leichtigkeit erfüllt.
Continue reading "AKW-Laufzeitverlängerung? NEIN DANKE!"
Sunday, October 3. 2010
Wenn ich gerade schon dabei bin, auf wichtige Aktionen aufmerksam zu machen, mache ich gleich weiter.
Da unsere Bundesregierung sich von der Atom-Lobby hat breitschlagen oder kaufen lassen und die Laufzeiten für die Atomkraftwerke spontan mal am Volk vorbei verlängert hat, bleibt uns wohl wieder nichts anderes übrig, als uns auf der Straße Gehör zu verschaffen.
Wer sich für die schon lange beschlossenen Abschaltzeiten der Atomkraftwerke einsetzen und der Atom-Lobby einen Riegel vorschieben will, sollte am Samstag, 9. Oktober 2010 in München mit dabei sein.
Tuesday, April 13. 2010
Als ich heute nach der Arbeit an der Bushaltestelle stand, fielen mir zwei ... nennen wir sie 'Herren' auf, die im Wartehäuschen saßen und sich unterhielten. Auffällig war aber weniger die Tatsache, dass sie dort saßen, sondern eher deren Ausdünstungen, die ich leider auch in ca. 8 m Entfernung gegen den Wind wahrnehmen konnte.
Ich dachte mir: "Es ist ja nicht der Gestank, ... es ist das Brennen in den Augen!"
Da fragt man sich aber auch, was muss man essen (oder wahrscheinlich eher trinken) und wie lange darf man sich nicht waschen, um solch ein Aroma zu verbreiten? Und das mitten in München!
Sie stiegen dann auch noch in den gleichen Bus ein. Ich habe selten soviele grünlich-blaue Gesichter in einem Bus gesehen. Bei denen, die aussteigen durften, konnte man förmlich hören, wie sie außerhalb des Busses durchschnauften. Und als die beiden Hygieneignoranten endlich ausstiegen, war stummer Applaus zu vernehmen.
Bei Busmitreisenden mit solchen Emissionen spielt man in der Tat doch wieder mit dem Gedanken, auf irgendwelche vermeidbaren CO2-Emissionen zu pfeifen und sich wieder ein Auto zu kaufen. Solche Leute sind sicher maßgeblich schuldig am "global warming"!
Friday, December 18. 2009
Nicole, Susanne und Max haben in Anbetracht des schleppenden Fortschritts - wenn man es denn so nennen darf - beim 15. Weltklimagipfel in Kopenhagen das Projekt "Flopenhagen" ins Leben gerufen.
Susanne sagt zur Zielsetzung des Projekts:
"Seit heute Morgen ist die Seite http://flopenhagen.org am Start. Zum Hintergrund: So wie es momentan aussieht, wird die COP15 in Kopenhagen nicht die Ergebnisse erzielen, die sich viele Menschen erhofft haben, also flopen. Damit Kopenhagen aber nicht wirklich zu Flopenhagen wird, wollen wir einen kleinen Denkanstoß geben, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten kann und soll. Und das ohne erhobenen Zeigefinger und ohne den Regierungen allein die Verantwortung zuzuschieben. Wenn Du also der Meinung bist, dass es eine gute Idee ist, die Leute noch mal ein bißchen drauf hinzustubsen, dass doch jeder einen kleinen Beitrag leisten kann, bitte ich dich, diese Mail an alle deine Freunde/Bekannte/Kollegen etc. weiterzuleiten und sich aktiv zu beteiligen."
Also, Ihr Lieben, wie heißt es so schön in Neusprech: "Spread the word!"
Monday, July 27. 2009
Mir dünkt, in dem Augenblick, wo man die höheren Weihen eines politischen Amtes erhält, verliert man völlig den Blick für die Verhältnismäßigkeit von Kosten zu Lasten des Steuerzahlers. Klar, warum soll ich (wenn ich z. B. Ministerin oder Minister bin) sparen? Zum einen ist es ja nur 1/82.000.000 meines Geldes und zum anderen bin ich ja auch außerordentlich wichtig.
Da ist - gerade brandaktuell - die Frau Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die unbedingt meinte, ihren gepanzerten Dienstwagen nebst Fahrern und dessen 15-jährigen Sohnes von Berlin nach Alicante karren zu lassen. Die einfache Strecke beträgt ja nur 2383,9 km und dauert laut OpenRouteService NUR 20 Stunden und 44 Minuten. Man bedenke die Abnutzung des Wagens, die Arbeitszeit der Fahrer und den angesammelten CO2-Ausstoß, der dabei anfällt. Wäre der gepanzerte Wagen nicht unglücklicherweise gestohlen worden, hätte er die gleiche Strecke wieder zurückgefahren werden müssen.
Continue reading "Warum sparen, wir haben's doch ... für unsere Minister ist uns nichts teuer genug"
Wednesday, June 10. 2009
Die guten Absichten der US-Regierung in Ehren, aber die neu verabschiedete Abwrackprämie in den USA ist wirklich ein absoluter Witz.
"Voraussetzung für den 3500-Dollar-Gutschein ist, dass das neue Fahrzeug
mit einer Gallone (3,8 Litern) Sprit vier Meilen (6,4 Kilometer) weiter
fährt als das alte. Kommt das neue Auto mit einer Gallone mehr als 10
Meilen weiter, soll der Käufer 4500 US-Dollar vom Staat dazu bekommen."
Continue reading "Glugg glugg glugg"
|